Wertperspektive

Vom Falschgeldsystem zu echten Werten

Falschgeldbetrug 1: Die drei Haupttricks

Legales Falschgeld

Das Geld, das unsere Gesellschaft zur Zeit als Tauschmittel verwendet, ist Falschgeld. Denn es erweckt nur den Anschein, wertgedeckt zu sein; in Wahrheit nimmt diese Wertdeckung kontinuierlich ab. Durch ebendiese ständige, aber vor den Geldeignern und Geldnutzern verborgen gehaltene Entwertung geschieht der Betrug. Gerhard Kastner benutzte zur Erklärung dieses Mechanismus das Beispiel einer Flasche guten Weines. Der Wein wird dabei nicht, wie er ist, weitergegeben, sondern verwässert, und nach und nach enthält die Flasche keinen Wein (Wert) mehr, sondern nur noch Wasser, ist also im Grunde wertlos geworden. Dasselbe passiert mit unserem Geld: Es verliert nach und nach seine Deckung, wird ebenfalls wertlos.

Gleichzeitig meint aber jeder normale Bürger (der nicht in das "Geheimwissen" der Hintergründe des Geldsystems eingeweiht ist), der volle Wert sei noch da, genauso wie derjenige, der die mit Wasser gefüllte Weinflasche nur von außen ansieht, immer noch voll Vertrauen darüber ist, eine Flasche guten Weines zu besitzen, so wie es ja auch auf dem Etikett aufgedruckt steht.

Die "Verwässerung" unseres Geldes, also die heimliche Entwertung dieses Tauschmittels bis hin zur völligen Wertlosigkeit, geschieht bei unserem momentan vorherrschenden Geldsystem durch eine Koppelung mehrerer Tricks bzw. Täuschungen. Diese kann man auch mit guten Zaubertricks vergleichen, weil sie direkt vor unser aller Augen geschehen, aber dennoch von niemand mehr als das erkannt werden, was sie sind — nicht zuletzt auch deshalb, weil sie so normal und alltäglich geworden sind, daß sie jeder für völlig selbstverständlich nimmt. Bei allen drei Tricks wird echter, gegenwärtig vorhandener Wert durch Wertillusionen ersetzt.

Zaubertrick 1

Im ersten Fall, beim Kreditgeld (genauer: Schuldgeld), durch die Illusion, den Wert nachträglich herbeischaffen zu können — was ja auch durchaus passieren kann, nur ist der Wert de facto noch gar nicht da, und doch wird dieser vorläufig nur vermutete Wert mit dem echten, bereits geschaffenen Wert gleichgesetzt (Kreditgeld kann in Münzgeld umgetauscht werden und wird damit gleichwertig).

Eine besonders wichtige Form von Schuldgeld sind Staatsanleihen, bei denen Geld geschaffen wird, indem sich Regierungen (= Politiker) auf Kosten ihrer Bürger (= Wähler) verschulden, ohne diese jemals vorher um Zustimmung zu bitten.

Zaubertrick 2

Der zweite Trick ist die Mehrfachbeleihung (fractional banking oder multiple Giralgeldschöpfung). Schon im Mittelalter begannen Goldschmiede für Gold, das sie stellvertretend für die eigentlichen Eigentümer in ihrem Keller einlagerten, nicht nur einen, sondern gleich eine ganze Reihe von Anteilsscheinen auszugeben. Der Anteil an realem Vorkommen der Reserve betrug dann nicht mehr 100%, sondern z.B. nur noch 10% (und bei heutigen Euro-Banken mittlerweile sogar nur 2%). Dies wurde möglich, weil nicht alle Gläubiger am selben Tag ihre Einlagen zurückerhalten wollten. Genau dasselbe haben wir bei heutigen Bankeinlagen: Den Fall, daß alle Leute gleichzeitig ihr Geld zurückfordern, nennt man bank run oder "Ansturm auf die Bank". Tritt das ein, so muß die Bank ihre Zahlungsunfähigkeit zugeben. Die Leute sind dann natürlich empört und werden sehr wütend, Scheiben gehen zu Bruch, es kommt zu Aufständen. Sie waren vorher noch im guten Glauben gewesen, ihr Geld sei voll wertgedeckt — was es durch besagten zweiten Trick (und die anderen beiden Tricks) aber eben nicht ist. Alles weitere zu diesem Trick, der für die meisten Menschen völlig undurchschaubar ist, kann in meinem neuen Buch Vom Falschgeldsystem zum freien Marktgeld – Warum nur ein vollständig wertgedecktes Geld dauerhaft Wohlstand und Frieden bewahrt nachgelesen werden, siehe dort Kapitel "Multiple Giralgeldschöpfung".

Zaubertrick 3

Der dritte Trick ist der Zinseszins, dessen wahre Natur, aufgrund einer eingebauten mathematischen Gesetzmäßigkeit zu einer ganz verblüffenden, nämlich explosionsartigen Steigerung zu führen, ebenfalls von den allerwenigsten begriffen wird, und schon gar nicht bei Geld- und Vermögensgeschäften. Dieser dritte Trick steigert die Effekte der beiden anderen Tricks auf eine ganz wundersame Weise. Schuldgeld (Kredit) wird durch ihn immer teurer, und diese Teuerung beschleunigt sich, ohne daß der Gläubiger etwas dazu tun muß. Sein bloßes Zuwarten macht ihn reich und immer reicher, während der Schuldner in eine möglicherweise vernichtende Spirale eintritt, die ihn mehr und mehr aussaugt. Nicht die Schuld als solche saugt ihn aus, wohlgemerkt! Sondern der Zinseszinseffekt, also eine bloße mathematische Gesetzmäßigkeit, der er, meist ohne es zu wissen, durch eine bestimmte Konstruktion im Bankwesen verfallen ist. "Geheimnis" des Zinseszinseffektes ist, daß er erst recht langsam, dann immer schneller und schließlich explosionsartig (exponentiell) ansteigt und daß die davon Betroffenen über den Zeitpunkt, wo dieser Anstieg immer gefährlicher für sie wird, im unklaren bleiben.


Exponentialkurve

Es passiert hier sozusagen ein gewolltes Austricksen des normalen Alltagsverstandes sowie einer natürlichen Trägheit und Vergeßlichkeit — während die Nutznießer des Tricks sehr genau wissen, welches Spiel sie mit ihrem "Opfer" treiben! Die Interessenten des Bankwesens, oder die Verkäufer von Produkten, die Kredite einräumen, oder weitere an diesem Trick Beteiligte wie z.B. Politiker oder korrupte Wirtschaftswissenschaftler, wie sie unsere Universitäten zuhauf bevölkern (denn nur jene Lehren werden dort gelehrt, die den wahren Sachverhalt geschickt verschleiern und die Öffentlichkeit über die wahren Zusammenhänge und deren Konsequenzen völlig im unklaren lassen), sie alle lassen kein Sterbenswörtchen darüber verlauten, sondern bilden ein einträchtiges Schweigekartell. Der Dumme ist bloß der Kreditnehmer (oder der Bürger, der Politiker wählt, die auf seinen guten Glauben hin immer mehr Schulden machen und davon ihre Politik finanzieren).

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