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Umgang mit anderen
Die Angst, nicht mehr dazuzugehören
Diese Angst ist völlig natürlich und verständlich. Sie wird umso stärker, je mehr einem zu Bewußtsein kommt, daß das eigene Denken und Fühlen nicht (mehr) mit der gesellschaftlichen Norm übereinstimmt. Abzuweichen und sich isoliert zu fühlen löst starkes Unbehagen aus. Zumeist wird dann, was man selbst für richtig, wahr und zutreffend hält, der Anpassung an die Mehrheit, oder was dafür gehalten wird, geopfert.
Es ist deshalb nötig und in keinster Weise peinlich oder beschämend, sich diese Angst einzugestehen und sie erst einmal als Tatsache anzunehmen, statt sie zu verdrängen oder schönzureden.
Damit der eigene Widerstand gegen die allgemeine Gehirnwäsche und Totalverblödung nicht zu inneren Konflikten, zu Streß und zu ständiger Anspannung führt, sondern in ein stabiles Selbstvertrauen und in eine starke eigene Positionierung mündet, muß herausgefunden werden, wohin einen das eigene Herz führt. Denn nur das Herz, nicht der Verstand1), verleiht einem die Kraft, für etwas einzustehen, ohne sich gleichzeitig schlecht zu fühlen und von Zweifeln oder Schuldgefühlen heimgesucht zu werden.
Eine gesunde gemeinschaftliche Umgebung aufbauen und pflegen
Gerade im Kontext der aktuellen gesellschaftlichen Situation, die zunehmend zu einer sozialen Entfremdung und zu konfliktträchtigem Verhalten führt, ist es enorm wichtig, in Richtung auf eine gesunde gemeinschaftliche Umgebung aktiv zu werden. Denn von selbst passiert das nicht. Es ist ratsam, den mitmenschlichen Umgang in Hinblick auf positive Resonanz zu prüfen. Es gibt immer Möglichkeiten, eine solche Resonanz zu finden. Diese muß aber weiter gepflegt und entwickelt werden. Dazu ist es nötig, aus dem eigenen egozentrischen Schneckenhaus herauszukommen, auf andere Menschen — wenn diese geeignet sind bzw. sich auf derselben emotionalen Wellenlänge befinden — zuzugehen und nicht einfach nur abzuwarten, bis diese den ersten Schritt tun oder kurzfristige Kontakte weiter fortsetzen.
Ideen und Anregungen
- Gemeinschaftliche Unternehmungen draußen: etwa Spaziergänge, Radtouren, Jogging (oder Nordic Walking).
- Gemeinsame Essen. Man lädt Menschen, die einem sympathisch sind, zu einem gemeinsamen Essen ein: in der eigenen Wohnung oder in einem Restaurant.
- Familientreffen, am besten zyklisch mit wechselndem Gastgeber.
- Gemeinsame Unternehmungen mit Tieren: Ausgehen mit Hunden, Pferden etc.
- Filme zusammen anschauen.
- Tanzveranstaltungen; gemeinsame Theaterbesuche; Konzertbesuche.
- Museumsbesuche; Stadtbesichtigungen (z.B. unter einem vorausbestimmten Motto: Architektur, Gärten, Parks, historische Stadtteile und Gebäude)