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Lauf-Blog 5.-9.2018

Meine Erfahrungen mit dem Natürlichen Laufen

Von GLR | ab 14.5.2017

Einführung und Übersicht

Info-Seite zum Natürlichen Laufen: Einführungsvideo - Zur Einstimmung - Gute Einführungen in Laufstil - Übungen - Für Neulinge - Lesetips - Links

14.5.2018

Gemächlich laufen

Das ist, was ich zur Zeit mache. Normalerweise bin ich gewohnt, mich einer relativen Belastungsgrenze anzunähern und dann zu versuchen, die Geschwindigkeit zu halten. Der (unbewußte) Grundgedanke dahinter ist, daß nur so dabei ein Trainingseffekt herauskommt.

In den letzten Tagen laufe ich eher zur reinen Entspannung. D.h. die Entspannung besteht nicht im Ruhen (also gar nicht zu laufen), sondern im gemächlichen Laufen. Man kann so auch noch längere Strecken laufen, ohne sich zu erschöpfen.

Zufällig findet sich hier in diesem neueren Video dasselbe kommentiert:

18.5.2018

Über den Verstand hinauslaufen

Zuerst einmal machte es einen erheblichen Unterschied, daß ich in der offenen Landschaft lief und nicht die gewohnte Strecke in städtischem Umfeld. Ich habe dann vorher keinerlei Vorstellung oder Idee, wie lange ich laufen werde; manchmal denke ich auch nur, ein paarhundert Meter wären genug, weil ich mich nicht für längere Strecken fit fühlte. So besonders heute, als ich am Nachmittag extrem müde war (ich war schon fast zu müde, vom Stuhl aufzustehen) und dann völlig unerwartet recht starke Kopfschmerzen bekam. Mit diesen Kopfschmerzen lief ich auch los. Anfangs kam mir das absurd vor, weil ich ja offenbar eingeschränkt war und eigentlich gar keine Lust zum Laufen hatte.

Wie schon einige Mal vorher (aber auch nur hier, in dieser Laufumgebung) begann sich meine Verfassung nach ca. 2-2,5 km komplett umzuwandeln. Ich lief zwar immer noch sehr langsam, aber die Kopfschmerzen verschwanden komplett. Das Laufen wurde immer leichter und müheloser. Ich lief dann mit ca. 4,5 km recht weit, und selbst am Ende war ich nicht viel müder als am Anfang. Es wurde mit dem langsamen Trott sogar beinahe langweilig (ich hätte mich auch zwingen können, immer schneller zu werden — körperlich wäre das drin gewesen). Im Gegensatz zu einigen anderen Läufen war ich am Ende nicht schlapp, sondern erfrischt. Auch die Knieschmerzen der letzten Tage waren verschwunden.

3.6.2018

Über den Verstand hinauslaufen 2

Diese Erfahrung ist auch hier, und noch etwas detaillierter, beschrieben:

7.6.2018

Regelmäßig

Es gibt hier zur Zeit nichts Besonderes zu berichten. Ich laufe regelmäßig: Ca. 3-4 km pro Tag; die letzten 23 Tage jeden Tag; die letzten 51 Tage außer an 4 Tagen täglich. Inzwischen weitgehend ohne Schmerzen. Auch die früheren, alle paar Tage auftretenden Kopfschmerzen sind seit ca. 3 Monaten so gut wie völlig verschwunden.

Zur Zeit laufe ich in allen drei Laufschuhen wechselweise: in den 2 Ascics und in dem Paar Nike Zoom. Richtung Barfußlaufen zu gehen finde ich momentan nicht aktuell bzw. nicht wirklich vordringlich. Vielleicht werde ich auch mal wieder in meinen normalen Straßenschuhen (Ecco Yak) laufen. Ich achte weiter auf die richtige Laufhaltung und den richtigen Laufstil.

Inspiration

Zur Inspiration zwei schöne, sehenswerte Filme:

This Video Shows Just How Impossible the 2018 Barkley Marathons Was

14.6.2018

Ultra Man

17.8.2018

Lauf-Pause, Wiederbeginn

Aufgrund der ominösen Krankheit mitten im Sommer mit Hustenanfällen und Halsschmerzen habe ich für ca. 10 Tage unterbrochen. Seit ca. 2-3 Wochen laufe ich wieder, aber meistens im Schnitt nur ca. 3 km. Die Wiederaufnahme ging relativ leicht, im Gegensatz zu meiner Befürchtung, daß ich wieder fast von vorne anfangen müßte. Eine Grundkondition bleibt wohl erhalten, wenn man so lange vorher durchgehend und etwas länger als nur 1-2 km gelaufen ist.

Der Husten und die Halsschmerzen sind immer noch nicht ganz abgeklungen. Trotzdem laufe ich täglich und nun auch zunehmend länger. Die längeren Strecken ergeben sich aus der während des Laufens verspürten Lust zu laufen, nicht aus Selbstzwang. Selbstzwang ist immer falsch (aber ein positiver Mythos für Leute, die noch keine praktische Erfahrung mit spontaner Disziplin haben — wie schon beschrieben zwingen sie sich dann mit dem Verstand zur Überwindung des Körpers, weil sie meinen, wenn sie auf ihren Körper hören würden, liefe das stets auf Trägheit und Passivität hinaus). Besonders angenehm ist das starke Schwitzen, das die langen Hitzephasen dieses Sommers und die dadurch aufgestaute innere Spannung wohltuend ausgleicht.

Es ist nach dem Laufen stets deutlich zu merken, wie die Entspannung einsetzt. Eindeutig besser ist der nächtliche Schlaf geworden. Mehr als 10 Jahre (wahrscheinlich die meiste Zeit meines Erwachsenseins) bin ich nachts aufgewacht (etwa um 5 Uhr) und konnte eine halbe bis eine ganze Stunde nicht wieder einschlafen; morgens war ich dann unausgeschlafen und gereizt. Erst seit dem längeren Laufen schlafe ich praktisch komplett durch. (So z.B. letzte Nacht.) Das ist ein klar feststellbarer Unterschied und eine eindeutige Verbesserung.

So schön kann eine Lauf-Umgebung sein

6.9.2018

Neue Laufschuhe

Da ich zwei vollwertige Paar Laufschuhe brauche, habe ich mir den Luxus gegönnt, zu den Nike Air Zoom vom letzten Sommer einen weiteren neuen Schuh in der Lauf-bar zu kaufen:

Ich war zuerst an den Schuhen von Hoka One One interessiert gewesen, die von einigen bekannten Läufern beworben werden. Nach ein paar Schritten in einem der Schuhe kehrte ich sofort zurück und hakte das Thema endgültig ab. Das war ja fast schon eine Wiederauflage des MBT-Konzepts. Völlig unnatürliches Stand-, geschweige denn Laufgefühl. (Ich könnte das noch mehr beschreiben, aber es ist Zeitverschwendung. Ich war schlichtweg entsetzt. Offenbar ist das Ganze ein reiner Marketing-Hype.)

Nach ausgiebigem Herumprobieren und Vergleichen (ich lief, abgesehen von dem Hoka-Paar, mit vier Paaren längere Strecken vor dem Geschäft: Brooks, new balance, Mizuno, Nike; außerdem hatte ich meine bisherigen Nike zum Vergleich mit dabei) war die Entscheidung völlig eindeutig. Man spürt das sofort; die einen Schuhe passen wie angegossen und vermitteln ein gutes Laufgefühl, während bei den anderen immer irgendetwas stört und unangehm auffällt.

Die neuen Schuhe haben noch bessere Stabilisierungseigenschaften als die Nike Air Zoom. Sie sind aber auch recht teuer (149 EUR). Aber da ich ausführlich beraten wurde, die Schuhe auch draußen praktisch erproben kann und eine andere Art der Auswahl für mich seitdem nicht mehr infrage kommt, gibt es hier schlichtweg keine Alternative, und aufgrund des erhöhten Beratungsaufwand sind die eventuell höheren Kosten vollauf berechtigt.

Fortsetzung 10.2018


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