Wertperspektive

Vom Falschgeldsystem zu echten Werten

Die kollektivistische Krankheit der Deutschen

Von GLR | 24.12.2017 15:40

Ins Wespennest gestochen

Eigentlich ein Video für den internen Bereich, aber ich habe es darauf ankommen lassen, es öffentlich zu stellen. Prompt purzeln die Negativbewertungen. Ich verstehe auch, warum: Ich halte dem gewöhnlichen konsumierenden Durchschnittspublikum, das sich selbst als "kritisch", "aufgewacht" und "eigenständig denkend" vorkommt, den Spiegel vor. Umso härter, schärfer und unangenehmer, als ich auch meine eigenen Schwächen hier mit in den Fokus nehme.

Denn ich kenne den Unterschied zwischen Denken und Reden einerseits und dem Anpacken von praktischen Lösungen (wodurch die eigene Bequemlichkeit in erhebliche Belastung gerät) nur zu gut auch von mir selbst. Aber gerade solche unangenehmen Wahrheiten sind die eigentlichen Wahrheiten; die anderen sind nur ins Leere gesprochen oder geschrieben und dadurch nur Scheinwahrheiten, im Grunde also reiner Selbstbetrug:

Video: Die Wertperspektive

Die Wertperspektive 1

Über die Jammerer und Empörten in Deutschland, damals und heute - Die Unfähigkeit zu einer der natürlichen Lebenskraft entsprechenden, sich positiv, nämlich frei, freudig und initiativ/kreativ ausdrückenden Lösungsperspektive - Aber nur das ist der sinnvolle Weg; alles andere endet, wie auch die Geschichte zeigt, immer nur in noch mehr Elend - Es ist nicht nur eine kulturelle und politische Sackgasse von historischen Ausmaßen, sondern gilt genauso für jeden einzelnen von uns (mich nicht ausgeschlossen).

Ein Feedback

Lieber Gerd-Lothar,

heute hatte ich Zeit, dein letztes Video anzuschauen und ich muss sagen, das war aus meiner Sicht das beste Video, was du seit langen wieder gemacht hast (die anderen waren auch sehr gut, aber das sticht heraus). Du hast mir voll aus der Seele gesprochen. Wir haben hier in Deutschland viele Nörgler, viele Kritisierer, aber sie leben nicht im Hier und Jetzt. Auch auf meinem Kanal merke ich das. Sie wissen immer alles besser bzw. nörgeln rum, aber kommen nicht mit Lösungen (und ich meine richtige Lösungen und nicht nur ein Kreuz beim Wählen). Sind mit sich selbst unzufrieden und denken, wenn sie Gott und die Welt schlecht reden, dann wird in Zukunft alles besser. So ein Quatsch!

Silberpapst Markus Boede

Die typische Reaktion des unselbständigen Deutschen

Eine andere Reaktion, die ich erhielt, demonstriert mir auf perfekte Weise die typische Reaktion des unselbständigen Deutschen: Da marschiere ich lieber im Kollektiv der Unzufriedenen mit. Und so werden wir mit dem, was uns jetzt so empört, aufräumen und Ordnung schaffen.

Die Logik dahinter ist folgende:

Nein, ich will keine Selbstverantwortung. Alleine kann ich ohnehin nichts ausrichten. Flüchten werde ich aber auch nicht. Sondern wir werden warten, bis der Zorn wächst, und wenn wir mehr werden, dann schlagen wir zu.

Alleine ist der Mitmarschierende natürlich auch nicht stark genug, auch nicht in der Menge, sondern es werden Führer gebraucht: Anführer, Redner, Volkstribunen. Die werden dann mit ihren Ansprachen Stimmung machen. Dann setzt sich die Masse in Bewegung. Dann wird "aufgeräumt", dann kommt die große Abrechnung. Und die Freiheit. Und das neue Zeitalter. Die neue Regierung. Die besseren Leute an der Spitze. Und alles wird wieder gut, gerecht und glaubwürdig.

Ein einfacher, aber immer wieder verdrängter Denkfehler

Die solchen Träumen anhängen — und es sind in unserer Gesellschaft, egal in welchem politischen Lager wir nachschauen, fast alle! —, begehen einen fundamentalen Denkfehler, der, wenn man sich nur ein paar Sekunden die Zeit nehmen würde, sofort ins Auge fallen würde:

Wir befinden uns vom Wissen, von der Bildung, vom Aufklärungsstand, von der sachlichen und charakterlichen Qualifikation und von der Intelligenz her immer noch auf derselben Ebene wie vorher.

Nichts hat sich geändert. Wir summieren das, was wir schon haben, einfach nochmal zusammen, aber die Summe gibt nicht mehr als die Teile. Und die Teile sind eben diejenigen, die für die Lage, in der man sich vorher befunden hat, verantwortlich waren. Keiner ist freier geworden, keiner selbständiger, keiner mutiger, keiner besser informiert oder sonstwie mehr qualifiziert.

Blick in den Spiegel

Genau hier liegt der fundamentale Irrtum jedes Kollektivismus — der in der Regel immer auf einen Sozialismus hinausläuft. Die auf Erlösung hoffenden Massen, die ihre Wünsche und Erwartungen von Funktionären erfüllt sehen wollen, die ihnen genau die Ebene wiederspiegeln, auf der sie selbst sich befinden, werden von diesen am Ende stets verraten. Denn es geht ja auch nicht anders: Wo nichts ist, kommt auch nicht mehr dazu. Auch der Funktionär kann die Masse nicht kompetenter machen, als sie ist. Und zur Kompetenz zählt nun einmal unverzichtbar die Bereitschaft zur Selbstverantwortung. Also: zur Freiheit, Autonomie, Risikobereitschaft und inneren Unabhängigkeit. Eine Gesellschaft kann nicht besser sein als ihre Teile. Und das Führungspersonal entspricht immer genau der Stufe des Durchschnitts der Einzelnen. Ob die Menge zahlenmäßig groß oder klein ist, ändert daran gar nichts.

Wer das verstanden hat, der versteht auch, warum in Deutschland aktuell ebendiese Politik gemacht wird. Die Deutschen werden nicht mehr betrogen, als wie sie selbst bereit sind, sich betrügen zu lassen, und sie bekommen genau die Freiheit, die sie bereit sind, sich selbst zu gewähren. Niemand ist gezwungen gewesen, in der letzten Wahl ebendiese Parteien und ihre Protagonisten zu wählen. Niemand wird gezwungen, die Medien zu konsumieren, die er konsumiert. Niemand ist gezwungen, sich einem Sozial-, Fürsorge- und Umverteilungsstaat unterzuordnen, den er innerlich als erdrückend und seine Bürgerrechte mißachtend empfindet. Das Maß der Freiheit, genauso wie das Maß der Unfreiheit, wird von ebendiesen hier lebenden Menschen bestimmt. Wenn diese Menschen ihre eigenen Interessen nicht berücksichtigen und sich dann falsch behandelt fühlen, so müssen sie bei sich selbst anfangen, die Dinge ins richtige Lot zu bringen. Und wenn einzelne das nicht tun, wird es ihnen die Masse auch nicht abnehmen.

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