Wertperspektive

Vom Falschgeldsystem zu echten Werten

Tagebuch

Bild GLRVon GLR | 8.10.2017 16:00

Ich nehme hier einmal Bezug auf einen fürchterlich dummen Kommentar, den ich auf meinen Beitrag Die Schwachen und die Starken hin bekommen, den ich aber nicht freigeschaltet, sondern gelöscht habe. (Denn wie schon ausdrücklich angekündigt lasse ich mich von Leuten, die ihre Ablehnung von Aussagen, die ich hier publiziere, in den Kommentaren auf dubiose Weise auszubreiten versuchen, ohne verstanden zu haben, was ich geschrieben (oder in Videos gesagt) habe, nicht zu Diskussionen provozieren.)

Als ich den obigen Beitrag schrieb, wußte ich bereits, daß meine Einstufung und Bewertung der Nationalsozialisten als das, was ich hier noch einmal prononciert "frustrierte Kläffer" nennen möchte, bei weiten Kreisen auf Stirnrunzeln bis hin zu reflexhaftem Einspruch führen würde. Nicht nur bei ausgewiesenen Nationalisten, Nationalsozialisten und sich selbst als "Patrioten" verstehenden Deutschen, sondern vermutlich bei einer Mehrheit der Bevölkerung gilt diese kurze Epoche des "Dritten Reichs" als eine Periode der Stärke. Was diese Leute nicht wissen und nicht wissen wollen, ist die tiefenpsychologische Voraussetzung dieses Desasters von historischem Ausmaß — an dessen Folgen (und nicht nur an der militärischen Niederlage) unser Land bis heute auf schmerzlichste Weise zu leiden hat.

Sowohl bei Hitler wie auch bei Stalin handelt es sich, wie Alice Miller ausführlich dargelegt hat, um in der Kindheit schwer traumatisierte Charaktere. Nur so läßt sich das notorische Grölen und Krakeelen eines Selbstdarstellers wie Hitler erklären, der seine Minderwertigkeitskomplexe lebenslang durch kämpferisch auftretendes, im Kern aber völlig hohles und wertloses Posieren zu kompensieren versucht hat.
[Ich empfehle, daß der Leser sich unbedingt die Zeit nimmt, Millers im Web vollständig verfügbaren Text DIE KINDHEIT ADOLF HITLERS VOM VERBORGENEN ZUM MANIFESTEN GRAUEN zu lesen und auf sich wirken zu lassen. Denn nach meiner Einschätzung wird er das meiste davon als neu und ungewohnt empfinden. Auch in unserer angeblich aufgeklärten Gesellschaft werden derartige Nachforschungen und Hinterfragungen ungerne gesehen und sind daher in der Regel mit mächtigem Tabu belegt.]

Hitler hat das durch, erstens, die Niederlage des ersten Weltkriegs mit nachfolgender Demütigung durch den Versailler Vertrag, und zweitens den mindestens ebenso großen Schaden, der durch die Weimarer Hyperinflation mit nachfolgender langjähriger Arbeitslosigkeit, bis hin zu Hungersnot und massiver Zerstörung aller mindestnotwendigen Lebensgrundlagen der deutschen Bevölkerung, hervorgerufene kollektive Trauma einer ganzen Generation mit seinem eigenen individuellen Trauma verknüpft. Wer seine theatralisch inszenierten Auftritte zwischen den Zeilen und zwischen den vermittelten Gefühlsschwingungen ganz nüchtern und neutral untersucht, ohne auf die pathetische Aufgeblasenheit und das nur scheinbar tapfere Tremolo hereinzufallen, erkennt genau den Kern von Versagertum und Schwäche, den ich in dem Beitrag über die Schwachen und die Starken als eigentliches Problem identifiziert habe. Da aber leider immer noch ein Großteil unserer Mitbürger in diesem Bann von Schwäche, Dauerempörung und unterdrücktem Zorn derer, die sich tief innerlich als zu kurz gekommen und übervorteilt betrachten, gefangen ist, wiederholt sich das alte Spiel der Projektion immer von neuem.

Es wiederholt sich interessanterweise auch jetzt noch, nur unter umgekehrtem Vorzeichen. Die Schwäche drückt sich, statt mit pathetischem Kläffen und ekstatischen Haßausbrüchen wie in den 1930ern, jetzt durch duckmäuserischen Selbsthaß aus, durch Totschweigen und Verdrängen jeglicher Artikulation eines natürlichen Eigeninteresses und durch Unterwerfung unter eine politische Führung, die nunmehr, auf perfekt komplementäre Weise, durch eine weibliche Regierungschefin repräsentiert wird, die erschreckend gefühlsblockiert, ja sogar desinteressiert wirkt, so als wäre sie schon gar nicht mehr anwesend und als hätte sie schon lange nichts mehr mit diesem Volk und seinem Wohlergehen zu tun.

Wirkliche Stärke habe ich beschrieben: Sie ist eine Stärke, die wärmt und kräftigt, nicht lähmt, nicht schwächt, nicht Haßprojektionen erzeugt und nicht nach regulierenden Obrigkeiten ruft. Sondern die die individuelle Freiheit des einzelnen fördert und inspiriert. Wer mir nachweisen möchte, daß ich mich irre, nenne mir bitte die zahlreichen Gegenbeispiele in Form bekannter, allseits anerkannter und mit positiver Unterstützung begleiteter Personen. Personen und Vorbilder, die bereit stehen, dieses Land wieder voranzubringen, statt es dauerhaft kaputt zu machen.

Blog

Weiter →

Reschke ▶ reschke.de
Reschke Bücher ▶ buecher.reschke.de
Freunde der Freiheit ▶ reschke.de/fdf
Selbsterkenntnis-Schule ▶ selbsterkenntnis-schule.de
Selbsterkenntnis Wiki ▶ selbsterkenntnis-wiki.de
Praktische Selbsthilfe Wiki ▶ selbsthilfe-wiki.com

Haftungsausschluß: Für Inhalte, insbesondere Einschätzungen und Empfehlungen, wird trotz sorgfältiger Auswahl keine Haftung übernommen. Es handelt sich ausdrücklich um keine Anlage- oder sonstigen Finanzierungsempfehlungen, sondern um unverbindliche Informationen im Sinne von Meinungsäußerungen. Die Nutzung aller Veröffentlichungen geschieht auf eigene Verantwortung. Für eine rechtlich verbindliche Beratung wenden Sie sich bitte an die dafür zuständigen Berufsgruppen.
Der Seitenbetreiber übernimmt auch keine Gewähr für die Aktualität, Richtigkeit und Vollständigkeit der bereitgestellten Informationen. Desgleichen kann keinerlei Verantwortung für etwaige Folgeschäden übernommen werden, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch von hier vorgefundenen Aussagen oder Informationen entstehen. Dies gilt ebenso für Verlinkungen und für von Internetdiensten (Feeds) automatisch eingespeiste Links und Texte.

Startseite | GLR Bücher | HTML5
Copyright © 2019 Gerd-Lothar Reschke | Impressum | Datenschutz