Wertperspektive

Vom Falschgeldsystem zu echten Werten

Zinseszins und Geldmenge

Ich neige nicht zu komplizierten theoretischen Erörterungen, und schon gar nicht zur Vertretung eines ökonomischen oder sonstigen Glaubensdogmas. Daher nur eine kurze, klärende Antwort auf die Frage zu Zinseszins und Geldmenge. Diese wird ja auch im Web kontrovers diskutiert und führt bei den Zinseszins-Kritikern in der Regel zu Falschgeldmodellen, die noch schlechter sind als das momentane.


Frage:
Sie sagten in einem Video, dass die von vielen selbsternannten Systemkritikern geäußerte Kritik am Zinseszins unlogisch sei, da der Zinseszins eine zwangsläufige Folge des Zinses sei und es sich um eine logische Folge, ja eine mathematische Funktion handele.

Diese Aussage war für mich wie eine Offenbarung: so einfach formuliert, aber doch so klar und verständlich! Seitdem denke ich darüber nach, stelle mir zugleich aber die Frage, wie die Verzinsung eines vollständig wertgedeckten Geldes aussehen würde? Ist eine Verzinsung (samt Zinseszins) bei einem vollständig gedeckten Geld überhaupt möglich? Schließlich ist ein unendliches Wachsen der Geldmenge, wie es beim heutigen Falschgeld bis zu einer gewissen Grenze der Fall ist, nicht möglich.
Antwort:
Der Gedankengang, herkommend vom jetzigen System Antworten zu suchen, ist schon mal falsch. Wertgedecktes Geld hat es ja früher auch schon gegeben, und dort auch Kredite. Die ganze Wirtschaft läuft dann aber anders, eben über echte und nicht über noch zu erschaffende, bislang fiktive Werte. D.h. man muß erst Werte erschaffen, um weiter wirtschaften (Kredite aufnehmen) zu können. Es gibt dann auch keinen Wachstumszwang, also eine ganz andere, natürlichere Art Wachstum. Z.B. schon mal keinen Konsumkredit.

Rein mathematisch deckt die Echtgeldmenge immer die gesamte Wirtschaftsleistung und alle Vermögen, d.h. ihr Wert wächst mit dem Wert, der ihr gegenübersteht. Beispiel: Früher war 1 Unze Gold eine Kutsche wert, heute ein Auto; usw.

Die ganze Logik der variablen Geldmenge kommt aus heutigen irreführenden Wirtschaftstheorien (keynesianisch, sozialistisch,...).

Ich argumentiere an dem Punkt eigentlich nicht mehr weiter, weil ich dann gegen das ganze heutige Denken in Schein und Vortäuschung anargumentieren müßte (Sozialismus = "Gerechtigkeit", Umverteilungsdenken, Staat als Gottesersatz usw.), d.h. gegen die ganzen mentalen Programme, die bereits eine zentrale Steuerung der natürlichen Lebensvorgänge — und darunter auch der Wirtschaftsabläufe — als selbstverständlich und unverzichtbar voraussetzen. Und die wiederum mit dem Herdentrieb, Egodenken usw. verhaftet sind.

Am einfachsten ist doch, man läßt alle Wirtschaftsmanipulationen weg. Dann regelt sich das von selbst, so wie es früher auch war. Das heutige Lügensystem tut ja noch so, als wäre es die einzige Möglichkeit; alles andere würde Kriege (um Gold etc.) und Armut bedeuten. Es ist genau umgekehrt. Je wertfundierter ein Sachverhalt oder Vorgang, desto weniger anfällig für Mißbrauch. Nochmal: Das jetzige Lügensystem argumentiert genau umgekehrt; es bietet das Gift als Arznei für die eigenverursachten Schäden an.

Gerd-Lothar Reschke
05.11.2014

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