Wertperspektive

Vom Falschgeldsystem zu echten Werten

Sozialistische Propaganda unter dem neuen Bloginhaber von "Der klare Blick"

Bis Anfang dieses Jahres hatte sich der Blog "Der klare Blick" durch leidenschaftliche Plädoyers für persönliche Freiheit und ein wertgedecktes, freies Geld ausgezeichnet. Mit seiner kompromißlos klaren und ehrlichen Sprache hatte der Autor Dieter Vollmuth die Herzen der Leser erobert und sich eine treue, stetig wachsende Surfer-Gemeinde aufgebaut. Leider ist es damit nun zu Ende. Unter dem neuen Inhaber bekommen wir regelmäßige sozialistische Falschgeld-Pamphlete, unter anderem vom allseits bekannten Vordenker der Pseudo-Systemkritik, Andreas Popp (bzw. seinen Kollegen), verabreicht.

Ich finde, es ist allerhöchste Zeit, hierzu — oder besser: hiergegen — eine klare Stellung zu beziehen. Auch in mehreren Videos habe ich mich bereits zu den Aktivitäten von Popp und Genossen geäußert:

Nachdem ich diese Entwicklung der angeblichen bzw. scheinbaren Systemkritiker-Szene im deutschsprachigen Raum schon eine Zeitlang mit zunehmendem Unmut beobachtet habe, finde ich es nötig, gegen ein Tabu zu verstoßen, wie wir es vom Mainstream her genügend kennen und wie es sich nun leider auch in den alternativen Medien zu wiederholen scheint: Es kommt zur Herausbildung von Repräsentanten und Bezugspersonen, deren ideologischer Hintergrund nicht näher hinterfragt und durchleuchtet, sondern aufgrund eines zunehmenden Bekanntheitsgrades und eines Faktors von purer Gewohnheit und Wiederholung einfach so für bare Münze genommen wird.

Sozialistische Vordenker und Propagandisten führen sich, gerade in Krisenzeiten, in denen zunehmend mehr Menschen vom Systemglauben abfallen und an den Verlautbarungen der Regimelinie zu zweifeln beginnen, gerne als wahre Freunde von Freiheit und Gerechtigkeit auf. Was sie versprechen, klingt gut, besser jedenfalls als das, was uns die Regierenden verabreichen (die müssen sich ja schließlich volens nolens auch noch an den realen Fakten messen lassen). Wichtige Voraussetzung eines unkritischen Beifalls ist jedoch, daß das breitere Publikum nicht wirklich eine Ahnung vom Thema hat — in diesem Fall von der wahren Natur des herrschenden Falschgeldsystems. Wir haben es hier mit einem Problem der Bildung und der Information zu tun. Genau diese Bildung und Information wurde vom herrschenden System unterlassen, ja bewußt ausgeblendet. Damit finden die Apostel neuer Geld- und Gesellschaftsutopien wiederum einen idealen Nährboden vor. Was sie betreiben, ist nicht Aufklärung (wie im Falle von Popp der wohlklingende Name "Wissensmanufaktur" suggerieren soll), sondern Indoktrination.

Die Natur der neuen Heilslehren ist utopisch; die vertretenen Konzepte hat es in der Praxis noch nie gegeben, und es wird sie in konkreter Gestalt auch niemals geben. Eben weil es Utopien sind. Ich zweifle mittlerweile auch daran, daß es diesen Leuten überhaupt um die Realisierung ihrer Ideen geht, sondern ich unterstelle inzwischen viel eher recht banale Motive wie Wichtigtuerei, Macht- und Prestigeinteressen, womöglich auch private Gewinninteressen. Was alles nicht weiter schlimm wäre. Wirklich bedenklich ist hingegen, daß derjenige Raum, der durch das immer offenkundiger werdende Kollabieren des momentanen Betrugsmodells der Bankenkartelle frei wird, nicht zu einem Zugewinn an Verständnis und Erkennen führt, sondern daß irreführende Halbwahrheiten und unerfüllbare Versprechungen in dieses Vakuum eindringen und die Gehirne der Menschen vernebeln.

Andreas Popp hat sich gegen Deutschland und für ein Auswandern nach Kanada entschieden, deshalb wünsche ich ihm auch gute Rückreise in seine neue Heimat und dort ein gedeihliches Befruchten seiner neuen politischen Umgebung. In Deutschland hat er, als von außen kommender Tourist, nach meinem Empfinden nichts mehr zu suchen.

Was den neuen Inhaber des Blogs "Der klare Blick" betrifft, so möchte ich gerne unterstellen, daß er gute Absichten hat und sehr wohl über die aktuellen Zustände unseres Papiergeldsystems aufklären möchte. Aber er geht momentan in die Falle, in die viele Vertreter der system-alternativen Szene gehen, die nach Material für ihre Mitteilungen und Veröffentlichungen Ausschau halten: Sie nehmen das, was angeboten wird und was sich quasi als interessant und neu aufdrängt. Wer ständig publizieren muß, wird Masse statt Qualität wählen, denn ansonsten läuft er Gefahr, große Zahlen an Webseitenbesuchern einzubüßen. Es wiederholt sich also auch hier wieder derselbe verhängnisvolle Effekt, den wir schon von den Mainstreammedien her zur Genüge kennen. Das Publikum im Web ist nicht anders als das Publikum der alten Medien: Es will bei Laune gehalten und ständig, möglichst ohne Unterbrechnung, berieselt werden. Da muß eben ständig etwas Neues her, das irgendwie kritisch und interessant klingt. Tiefergehende Untersuchungen, vor allem wenn sie dann auch noch an Werte wie Selbstverantwortung und Eigenengagement appellieren, wirken langweilig und stoßen die meisten ab.

Was lehrt uns dieses Beispiel? Man sollte genauer hinschauen. Dazu gehört vor allem, daß man bei neuen Papiergeldutopien zwischen den Zeilen liest und herausspürt, mit welchen rhetorischen Finessen unverzichtbare Werte wie Wertdeckung oder freie Geldwahl ausgeblendet, schlechtgeredet oder wegtheoretisiert werden. Man sollte sich nie von schönen Phrasen täuschen lassen. Ein Blick in die letzten paartausende Jahre Geldgeschichte könnte Wunder wirken, und auf einmal geht einem auf, wo der Unterschied zwischen vorgegaukelter Illusion und echten Tatsachen liegt.

Gerd-Lothar Reschke
31.1.2014

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