Wertperspektive

Vom Falschgeldsystem zu echten Werten

Das Deflationsgespenst

Es wird in der öffentlichen Diskussion um die sogenannte "Finanzkrise", die in Wahrheit eine Betrugskrise aufgrund eines von wenigen Fädenziehern ausgeheckten Falschgeldsystems ist, immer wieder das Thema der angeblichen Deflationsgefahr aufgebracht. Dazu dieser kurze Eintrag hier, denn erstens bin ich kein Theoretiker, zweitens bevorzuge ich gesunden und nüchternen Menschenverstand, drittens interessieren mich Ökonomen und ihre Lehren so gut wie gar nicht, und viertens lege ich auch keinen Wert auf Konzepte, die von solchen Leuten unters Volk gebracht werden. Ich weise nur darauf hin, daß die sogenannte "Finanzkrise" von praktisch keinem dieser hoch-akademischen Experten vorausgesagt oder auch nur vorausgeahnt worden ist.

Deflation bedeutet sinkende Preise, sinkende Unternehmensprofite und Geldknappheit, woraufhin sich Bargeld als wertvollste aller Anlageklassen erweisen würde, wertvoller als Aktien, Staatsanleihen, Immobilien, Rohstoffe und sogar als Gold und Silber.

Ist dieses Szenario realistisch? Nach meinem Verständnis nicht! Ich habe mal jemand, der mir so etwas als plausibel darzustellen versuchte, geantwortet: "Glauben Sie wirklich, daß dieses wertlose bedruckte Papier, das die Zentralbanken hemmungslos in den Wirtschafts- und Finanzkreislauf einspeisen, plötzlich wertvoller werden soll als alles übrige?"

Was ich auch nicht nachvollziehen kann, ist die angebliche Gefahr einer Deflation für die Bevölkerungsmehrheit. Denn ihre Ersparnisse würden ja aufgewertet werden, ebenso ihre Löhne und Gehälter. Die Deflation würde die Konzerne und das Bankensystem treffen, aber nicht die Sparer, die Rentner und Pensionäre oder die Arbeitenden. Absurd, zu erwarten, daß so etwas zugelassen würde, wenn man doch das ungedeckte Fiatgeld nicht einmal mehr zu drucken braucht, sondern per Tastendruck beliebig viele Milliarden und Billionen aus dem Nichts erzeugen kann!

Kurz etwas zu den Deflations-Aposteln: Das scheint mir eine bestimmte, durch gewisse Ressentiments und fixe Ideen vorbelastete Jüngerschaft zu sein. So wie die Gesell-Jünger hassen sie Gold und Silber (also echte, nicht fälschbare Werte) und dünken sich, über ein besonderes Wissen zu verfügen, das anderen abgeht. Diskussionen verlaufen zumeist fruchtlos, weil einfach nur Glaubenssätze abgespult werden.

Es gibt deflationäre Tendenzen, und womöglich befinden wir uns sogar momentan in einer Phase mit solchen Zügen, aber genau deswegen pumpen ja auch die Falschgelddrucker derart große Mengen von Luftgeld ins System. Eben weil es noch ihr System ist, das sie um jeden Preis, auch um den Preis der Zerstörung der Geldwerts, aufrechterhalten wollen.

Gerd-Lothar Reschke
25.9.2012

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