Wertperspektive

Vom Falschgeldsystem zu echten Werten

Schulden = Guthaben

Folgenden Beitrag im RR-Blog habe ich gerade zufällig gefunden. Er stammt vom 17.9.2011. Und ist heute mindestens genauso aktuell!


Der SPIEGEL schreibt ganz frisch:

Soll Deutschland der Zahlmeister Europas sein? Ja, bitte. Aus Überzeugung.

In den Leserzuschriften fand ich dazu:

Natürlich müssen Griechenland, Italien und eigentlich alle EURO-Staaten sparen und Strukturen verbessern. Gar keine Frage!
Aber natürlich ist Geld genug vorhanden, und das muss eben sinnvoll kanalisiert werden. Wenn Deutschland ein bisschen mehr dazu gibt, um den Euro, die EU zu retten, na dann muss es eben sein. Wenn es richtig gemacht wird, kommt das auch schon wieder zurück und den deutschen Steuerzahlern zugute.

Der Wahnsinn macht vor nichts halt. Ich bringe obigen Aberwitz nur deshalb, weil mehr Menschen in Deutschland so denken, als man es für möglich halten würde. Plus = minus, Schulden = Guthaben. Schuldgeld ist bekanntlich genug vorhanden: etliche Billionen. Die kann man dann sicher auch ausgeben. Wir sind also alle superreich. In welcher Wahnwelt leben diese Menschen eigentlich?

Es ist die Wahnwelt der sozialistischen Wirklichkeitssicht und Religion. Mehr Schulden = mehr Aufschwung. Kredite kurbeln die Wirtschaft an. Nachfrage belebt den Umsatz, schafft Arbeitsplätze -- also verteilt das (Schuld-)Geld unter den Massen? Keynes läßt grüßen. Alles grundfalsch und längst widerlegt. Wo keine Werte sind, läßt sich auch nicht wirtschaften. Man kann nicht immer nur den anderen Werte wegnehmen und dann damit selbst haushalten, sondern um richtig wirtschaften zu können, muß man die Kunst beherrschen, selbst Werte zu generieren. Das gilt für jegliche Unternehmung.

Aber Wertverständnis kann bei dieser Art Menschen eben nicht mehr vorausgesetzt werden, sondern sie können nur noch in Kategorien von Umverteilung, Solidarität per "Gießkanne" und Enteignung der vorgeblich "Reichen", nämlich des noch Werte erzeugenden Mittelstandes, denken.

Albrecht Müller in den nachdenkseiten:

Die Mehrheit unserer sich gleichschaltenden Medien kennt nur ein Etikett: „Schuldenkrise“

Der kollektive Wahn von der angeblichen Schuldenkrise wäre in Wissenschaft und Politik nicht so weit verbreitet und auch nicht von so verheerender Wirkung, wenn wir noch einigermaßen kritische Medien hätten. Die Mehrheit der Medien aber ist nicht nur unkritisch, sie schaltet sich aktiv gleich. Das kann man schon seit langem am beflissenen Gebrauch des die Wirklichkeit hinweg manipulierenden Etiketts „Schuldenkrise“ studieren.

Diese Typen werden im weiteren Verlauf der Weltwirtschaftskrise, wenn es so richtig ans Eingemachte geht, noch richtig loslegen — man denke nur an die Staatswirtschaft-Befürworter, aus denen zu 100% sowohl die SPD, die Grünen und die Linken bestehen -- und die stellen bei den Umfragen bereits ca. 60% der Wähler.

Wie ich bereits geschrieben habe (siehe Die Doppelstrategie des Falschgeld-Adels), sind die Sozialisten die perfekten Verbündeten des Falschgeldsystems. Die Zentralbanken und ihre Hintermänner versorgen diese "Drogen-Klienten" mit beliebigen Mengen von Schuldgeld und kassieren dafür die Zinsen und Zinseszinsen. Damit das reibungslos klappt, müssen Marktgesetze von vornherein außer Kraft gesetzt sein — denn ein freies Marktgeld wäre der Tod dieses heimtückischen "Deals". Wir haben es gegenwärtig weder mit echtem Kapitalismus noch mit Marktwirtschaft zu tun, sondern mit einer oligarchischen Monopolwirtschaft, wie sie in jedem Faschismus zu finden ist und zur Zeit auch in der chinesischen Nicht-Demokratie. Einen Mittelweg gibt es nicht: Entweder man erlaubt den freien Markt -- dann sind aber die Zentralbanken, die Hochfinanz und die Sozialisten aus dem Spiel, oder man bekommt, was wir jetzt haben: eine zentralistisch gesteuerte Planwirtschaft.

Die Achse, um die sich diese Alternative dreht, lautet: Gold und Silber als freie monetäre Übereinkunft. Die Monopolwirtschaft ist darauf angewiesen, beides unbedingt zu verhindern, denn damit gäbe es zur Wirtschaftspolitik des vorgetäuschten Scheins eine echte Alternative, nämlich echte, vertrauenswürdige Werte. Werte, die weder eine privilegierte Clique noch ein staatliches Funktionärsregime nach eigenem Gutdünken fälschen könnten! Dann käme, bei freiem Markt und freier Wahlmöglichkeit der Wirtschaftsteilnehmer, das Gresham'sche Gesetz zum Tragen, und der Schein würde unweigerlich kollabieren. So sind Gold und Silber, wenn sie erst mal frei gelassen sind und auf dem Markt mitspielen können (und sie sind gerade dabei, das zu tun), wie Licht in der Dunkelheit: Wo Licht ist, hat Dunkelheit keine Chance mehr. Und die Dunkelheit weiß das, deshalb muß sie auch so viel künstliches Theater inszenieren, damit Licht um jeden Preis verhindert wird.

Gerd-Lothar Reschke, 17.9.2011

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