Wertperspektive

Vom Falschgeldsystem zu echten Werten

Im Würgegriff des Staates

Inzwischen liegt die Steuerquote in unserem Land sogar schon bei mindestens 51 Prozent: Bis morgen, 6. Juli um 3.36 Uhr, arbeitet der deutsche Bürger (laut Steuerzahlerbund) durchschnittlich allein für den Staat, erst danach bis Silvester für sich selbst. (Hinzurechnen wären da aber noch: Arbeitgeberanteil an den Sozialversicherungen, Mehrwertsteuer und viele weiteren Steuerarten, so daß wir bereits jetzt auf 70-80% des geleisteten Arbeitswertes kommen.)

Besser als die Kommentatoren dieses Welt-online-Artikels kann man es nicht auf den Punkt bringen:

Wenn ich nur für den deutschen Staat gearbeitet hätte, könnte ich ja noch halbwegs damit leben. Aber inzwischen arbeite ich auch für den griechischen, irischen und portugiesischen Staat. Das geht mir gewaltig gegen den Strich.

Die Steuern dürfen nicht gesenkt werden. Weil sonst die Reichen profitieren. ...
Mit dieser Argumentation gewinnt Rot-Grün die Wahlen. Und der kleine Steuerbürger merkt gar nicht, dass er der "Reiche" ist, der für Hartz IV, Griechenland und Ökosubventionen immer mehr zahlen muss. Bei den echten Reichen ist nämlich nichts zu holen, die machen es wie Schumacher und sind offiziell Bürger von Monaco.

Sie treffen den Nagel (leider) äußerst exakt auf den Kopf!

Für Rot-Grün bin ich mit meinen 2300 EUR Netto im Monat als Gymnasiallehrer (volle Stelle + XXL) schon "reich" und ein kapitalistischer Bonze.

Entsprechend haben Rot/Grün den Mittelstand vor Augen, wenn es ans Abkassieren geht. Um die Macht zu erlangen, wird gegen die "Reichen" gewettert - die aber am Ende noch besser davonkommen, als unter einer FDP-Regierung!

Ich sage nur: Wer hat den Spitzensteuersatz nach Helmut Kohl massiv gesenkt? Richtig! Rot-Grün! und dieselben "Leute" (Trittin, Roth, Nahles) wollen 2013 wieder ans Steuer!

Würden wir eine Steuerreform à la Kirchhof einführen oder eine Flatrate-Tax, würden wir ab Anfang April für unsere eigene Tasche arbeiten.

Allerdings befürchte ich, daß unsere sozialistischen Parteien das Konzept schlecht reden, weil auch die Reichen "nur" 25 % Steuern zahlen. Aber wer seinen Verstand trotz vieler Bildungsreformen noch nutzen kann, weiß das 25% von 1.000.000 = 250.000 sind und 25% von 10.000 = 2.500.

Zumal werden über die Freibeträge die unteren Einkommen nahezu gar keine Steuern mehr zahlen. Der Verwaltungsaufwand wird drastisch reduziert.

Wir brauchen weniger Staat, mehr Freiheit, Eigenverantwortung und Selbstbestimmung; dies ist nur mit einer direkten Demokratie nach Schweizer Vorbild zu erreichen. Keine Armee und keine Politiker dieser Welt können eine Idee aufhalten, deren Zeit gekommen ist. Direkte Demokratie jetzt!

Hier ist natürlich unbedingt anzumerken, daß das Schimpfen auf Rot/Grün ebenfalls nur ablenkt. Wir haben es, was den sozialistischen Ansatz betrifft, mit einer Einheitspartei zu tun. CDU/CSU und FDP sind um keinen Deut besser; außerdem sieht man an der aktuellen Regierung, daß nichts, aber auch gar nichts gegen den sich immer mehr ausbreitenden Staatsmoloch unternommen wird. Dieses Bonzensystem wird den Teufel tun, sich selbst abzuschaffen! Im Gegenteil: Als ob die deutsche Staatskrake noch zu klein wäre, muß noch eine Hyperkrake in Brüssel dazukommen. Diese beginnt bereits eine eigene zusätzliche Steuer zu beanspruchen. Vom monströsen Banken-Bailout anläßlich der EU-Staatsbankrotte erst gar nicht zu reden!

Die ständige Polemik gegen die "Reichen", wie man sie besonders häufig auf linken Webseiten zu lesen bekommt (die "Nachdenkseiten" sind dafür das bekannteste Beispiel), erinnert mich in seiner Zielrichtung, immer mehr Eingriffe und Regelungen vorzusehen, an die Bezugnahme auf mögliche und angebliche Terroristen und Kriminelle beim Abbau elementarer Grundrechte. Für beschränkte, auf solche plumpen Argumente abfahrende Mitbürger wird ein Popanz projiziert, der primitive Instinkte anspricht und es den Politikern dann wunderbar erlaubt, ihre unausgesprochenen Interessen unterzubringen. Beim linken Publikum ist es der Neidreflex, der die Sicht vernebelt. Die hinter der Staatskrake ihre Fäden ziehende Geldsystem-Spinne wird von diesem sich gerne als Durchblicker aufführenden Publikum nicht nur übersehen, sondern ausgerechnet diejenigen, die immer gegen den "Geldadel" wettern, erweisen sich als stärkste Befürworter der Zentralsteuerung von Wirtschaft und Finanzsystem. Keynes läßt grüßen. Der Markt, der Kapitalismus sei schuld, also müsse die Planwirtschaft her und per Funktionärsregime für gerechte Verteilung gesorgt werden.

Die wirklichen Reichen sind längst anderweitig investiert. Wie der eine Kommentator bereits hellsichtig anmerkte, werden die echten Reichen in einem derartigen System sogar immer noch reicher. Geschröpft wird hingegen der Mittelstand, werden die Leistungsträger der Gesellschaft. Und auch von denen wandern mehr und mehr ins Ausland ab. Denn wer will schon 70 und 80% seiner Leistung an das unersättliche bürokratische Krebsgeschwür entrichten — außer man wäre rettungsloser Masochist?

Das Abzocken der Leistungserbringer schadet auch der Unterschicht. Wenn es zur wirklichen Krise kommt, sind die Bedürftigsten die allerersten Opfer. Es sind zuviele, als daß die Staatskrake hier nennenswerte Unterstützung leisten könnte. Denn die Krake ist höchst ineffektiv; sie verbraucht die vorhandenen Resourcen bereits zur eigenen Selbsterhaltung. So ist das nun mal mit Tumoren; je größer sie werden, desto kränker wird auch der gesamte Organismus. Wenn dann erst die Steuerfetischisten von Rot/Grün an die Regierung gelangen, werden wir nichts anderes als das letzte Zucken erleben. Und wer in der Geschichte zurückblickt, wird erkennen, daß diese Logik bereits gründlich durchexerziert worden ist, in all ihren Aspekten.


Zum Schluß noch ein Leserkommentar aus dem Klaren Blick, den ich soeben gefunden habe und der genau hier hinpaßt:

In ein paar Jahren haben wir in Deutschland eine Staatsquote von über 80%. Die Fehlentwicklungen, die durch die ganzen Subventionen, Regulierungen, Staatseingriffe etc. eingetreten sind, sind heute schon erkennbar, werden dann aber noch krasser sein. In der UdSSR mussten ca. 15% restliche Marktwirtschaft (Graumarkt, Schwarzmarkt) die breite Bevölkerung vor dem Hungertod bewahren.

In der EUdSSR wird es ähnlich sein. Es ist ja nicht so, dass nicht genügend Nahrungsmittel da sind; sondern es wird der Fall eintreten, dass breite Bevölkerungsschichten sich diese Nahrungsmittel nicht mehr leisten können (heute schon der Fall). Sie werden abhängig vom Staat und dieser muss noch mehr Sozialleistungen hochfahren, was wiederum die Wirtschaft abwürgen wird (ein Teufelskreis nach unten). Aber eins ist sicher: der Markt funktioniert immer, wenn nicht legal dann illegal. Diese Entwicklungen kann man schrittweise schön beobachten, wenn man mal dafür sensibilisiert wurde.

All diese Fehlentwicklungen können in der freien Marktwirtschaft mit Echtgeldsystem nicht auftreten; das hat sich über Jahrtausende gezeigt, wird aber von den meisten Deutschen nicht erkannt, da sie in einem fast komplett staatlichen Bildungswesen aufwachsen!

Die Aufklärung muss dennoch im Internet weitergehen, denn eins haben die Menschen auch nicht kapiert: die EUdSSR wird an ihrer eigenen Bürokratie selbst verrecken! Man merkt es jetzt schon, denn die Bundespolizei hat nicht genug Geld zum Tanken, die gesetzlichen Krankenkassen sind fast alle pleite, der Staat bald auch usw. usf.. Man muss eben nur den Arsch hochbekommen, also unternehmt endlich was! Informiert eure Freunde, Bekannten, Verwandten, Arbeitskollegen und kämpft verdammt nochmal für die Freiheit!

Gerd-Lothar Reschke, 5.7.2011

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