Wertperspektive

Vom Falschgeldsystem zu echten Werten

Neue Partei: Gedanken zur Gründung einer neuen politischen Bewegung in Deutschland

Experimentelle Seite; dient zur Sammlung von Ideen.

 

Eine
neue Partei

 

Politik ist Show-Business für häßliche Leute.

Gerald Celente, 19.7.2010

Grundansatz

Neue Art von politischer Bewegung, keine Funktionärspartei. (Beispiele: Graswurzelbewegung, Tea Party). Die Parteien haben sich seit Beginn der Nachkriegszeit zu einer Filz-Diktatur von Interessengruppen entwickelt, die nicht mehr durch direkte Demokratie kontrollierbar sind. Beispiele:

  • Parlamente sind nur noch Theaterveranstaltungen, während die eigentlichen Entscheidungen längst unter Ausschluß der Öffentlichkeit abgesprochen worden sind.
  • Gekaufte und manipulierte Medien erzeugen ein Lügen-Weltbild, das nichts mehr mit der eigentlichen Situation der Bürger zu tun hat — und schon gar nichts mit den Interessen von 99% der Bevölkerung.
  • Privilegierung von Teilnehmern des Glucken- und Versorgungsstaats; Erstickung der Eigeninitative von Leistungswilligen.
  • Zunehmender Unrechtsstaat: Auslandskriege, verfassungswidrige Bailouts bankrotter Banken und Staaten, Abtretung der demokratischen Selbstbestimmung zugunsten der antidemokratischen EU-Räte-Diktatur, parteien- und machthörige Justiz, Aushöhlung der Pressefreiheit.

Tritt die neue Bewegung als herkömmliche Partei auf, so wird sie allzu bald dem altbekannten Schema verfallen. Beispiel: Grüne, z.T. auch Piratenpartei, siehe auch unten: PDV. Es muß sich um eine offene, nicht zentralistische Sammelbewegung von Individuen handeln, die sich für die generelle Wiederherstellung ihrer Rechte und Möglichkeiten entsprechend des Grundgesetzes engagieren.

Politischer Kompaß: Neupositionierung innerhalb einer erstarrten politischen Landschaft

Ausbruch aus dem Rechts-Links-Schema: Siehe die eminent bedeutungsvolle und bahnbrechende Arbeit des Political Compass, dort auch mit dem Anschauungsbeispiel Germany 2005. Hier das entsprechende Diagramm, das die aktuelle politische Lage in Deutschland repräsentiert:

Der aufmerksame Leser wird sofort bei sich selbst gemerkt haben, wie durch die neue hinzugebrachte Dimension auch eine echte "Horizonterweiterung" bisheriger, vom überholten Schema verengter Betrachtungsweisen stattfindet. Die Oben/Unten-Dimension erweist sich als genauso aussagekräftig wie die Rechts/Links-Dimension. Es wird nun auch schnell klar, wo die Defizite der zumeist nach oben (zur Dominanz der Staatskrake) tendierenden etablierten System-Parteien liegen und wo Raum für eine neue Art von politischer Interessenvertretung vorhanden ist.

Die wichtigsten Inhalte

Neue politische Perspektive: Wiederherstellung der Bürgerrechte; Abbau der Staats- und Geldkrake.

"Von den Bürgern, für die Bürger": Der Bürger ist nicht dem Staat untergeordnet, sondern der Staat dem Bürger.
Eingriff des Staates in die Lebensweise des einzelnen ist auf das maximal mögliche Mindestmaß zu beschränken.

  • Von 70-80% Steuerquote zurück auf 0-10%
  • Freiheit vom Schmarotzerstaat — Eigenverantwortung statt Sozialismus
  • Echtgeld (Neue D-Mark) statt ungedecktes Papiergeld ($, Euro etc.)
  • Keine Auslandskriege

Ferner:

Diskussion der Parteineugründung PDV

Der schlechte Name diskreditiert das ansonsten zu über 90% hervorragende Programm dieser Partei komplett.
Ähnliches gilt für die blasse, konturlose Präsentation der Inhalte: langweilig, steril, akademisch.

Ich verweise der Kürze halber auf die bereits in Hartgeld.com stattgefundene Diskussion, die die Haupt-Schwachstellen dieser Neugründung sehr genau aufzeigt. (Siehe unten: Links) Leider sind die dortigen Diskussionen aber auch vom überholten Rechts-Links-Schema dominiert und tendieren zu rechtskonservativ-autoritären Ansichten.

Zur Parteineugründung "Die Freiheit"

Alternative zur Piratenpartei?

Inzwischen gibt es eine weitere neue Partei, die zumindest den Anschein erweckt, das bisherige politische Einheitsschema zuverlassen. Ich habe mich noch nicht genau genug mit den auf der Webseite von Die Freiheit vorgestellten Thesen auseinander gesetzt. Zutreffend finde ich auf jeden Fall die Entlarvung der Piratenpartei als diffuses modisches Sammelbecken mit verkappter sozialistischer Tendenz — ohne weiterführendes, klares politisches Konzept und ohne ernstzunehmende Stellungnahmen zu grundlegenden ökonomischen Problemen (z.B. das Falschgeldsystem). Des weiteren entspricht die eindeutige Festlegung auf basisdemokratische Elemente (also echte Volksabstimmungsdemokratie nach Schweizer Muster) der aktuellen zeitgeschichtlichen Notwendigkeit.

Orientierung an Grundsätzen der Österreichischen Schule?

Im gestern, 10.9.2010 veröffentlichten Interview mit den Gründern der Bürgerpartei DIE FREIHEIT finden sich mehr Detailinfos zu den einzelnen Themenbereichen. Angesprochen wird vor allem die vom Thilo-Sarrazin-Buch angestoßene Diskussion zur Migrantenproblematik, aber auch eine ökonomische Ausrichtung auf Abbau der Staatskrake (Reduzierung der Steuerlast) sowie Zugrundelegung der Ansätze eines Ludwig von Mises oder Friedrich August von Hayek (Österreichische Schule: echtes Marktgeld statt staatliches Papier-Falschgeld).

Parteigründung erweist sich als Rohrkrepierer

Leider hat sich besagte Partei bereits im Vorfeld von obigen wirtschafts- und finanzpolitischen Erkenntnissen verabschiedet und versucht hauptsächlich auf einer Welle islamkritischer Ressentiments zu reiten. Parteien und Politiker, die das Falschgeldsystem fortsetzen und sich mit diesem verbünden, verraten die Interessen der Bevölkerung auf geradezu kriminelle Weise. Das gilt für jegliche politische Farbe oder Richtung. Und genau das ist nun auch bei dieser neuen Partei zu beobachten. Daraus sollte jeder, der diesen Zusammenhang erkennt und versteht, auch die entsprechenden Konsequenzen ziehen und solche Betrüger links (oder rechts) liegen lassen.

Die aktuelle Lage ermöglicht nur Vorbereitung, aber noch keine Durchführung

Sämtliche Überlegungen zu einer neuen Partei setzen voraus, daß man sich über folgendes im klaren ist:

  • Solange das aktuell herrschende Falschgeldsystem noch existiert, wird es in der Bevölkerung kein hinreichendes Engagement für eine echte wirtschaftspolitische und damit auch gesellschaftspolitische Alternative geben.

Das Falschgeldsystem erschafft in seiner finalen Phase ein fantastisches Übermaß an ungedecktem Papiergeld via aus dem Nichts herbeigezauberter Kredite. Im selben Maß läuft sogar noch alles auf den falschen und letztlich verhängnisvollen Trend zu, daß genau aus diesem Mechanismus der noch verbliebene Wohlstand und das physische Wohlergehen gespeist und aufrechterhalten wird. D.h. sämtliche Lebensprozesse laufen auf eine endgültige Energieübertragung an den Schmarotzer-Organismus auf Kosten des Wirts-Organismus hinaus.

In dieser Phase wird es für obige Programmpunkte in Deutschland gerade mal eine Zustimmungsquote von vielleicht 0,1 % der Wählerstimmen geben.

  • Der eigentliche Umschwung wird erst zum Zeitpunkt des (unaufhaltsamen) Systemkollapses eintreten. Hierdurch wird sich die Gesamtlage schlagartig nicht nur ändern, sondern geradezu in ihr Gegenteil verkehren.

(Die Situation auf der noch schwimmenden Titanic wird, solange sie nicht endgültig in die Tiefe absinkt, für die meisten subjektiv "besser" gewesen sein als auf den Rettungsbooten. Nach dem Versinken ist die Lage dann exakt umgekehrt. Ein nicht zufällig sehr anschauliches und unwiderlegbares Beispiel!)

Daraus folgt: Alle obigen Erwägungen, und auch das beschriebene politische Konzept (Reduzierung des Schmarotzerstaats in allen seinen Ausprägungen und Auswirkungen), greifen erst später. Im Moment stellen sie eine pure Vorbereitung dar. Und doch ist eine solche Vorbereitung notwendig. Die Alternative lautet nämlich, daß sich mit dem Systemkollaps die Geschichte tatsächlich wiederholt: durch Transformation der jetzigen scheindemokratischen in eine dann explizit faschistische Struktur.

Links

Politischer Kompaß: Weitere Beispiele

Politischer Kompaß (Deutsche Politiker)

Politischer Kompaß (Internationale Politiker)

Warum überhaupt eine Partei?

Die üblichen Einwände

Ist denn überhaupt eine Partei nötig? Gerät man da nicht wieder in das übliche Intrigenspiel aus Machtkämpfen, persönlicher Eitelkeit einzelner und unvermeidlichem Verrat der Interessen jener, die zu Beginn mit gutem Glauben beigetreten sind?

  • Zuerst: Was genau ist eine Partei? Es ist ein Zusammenschluß von Bürgern mit ähnlichen politischen Interessen, zum Zwecke der besseren Durchsetzung dieser Interessen.

Hier fängt bei den meisten schon das erste Mißverständnis an: Sie verstehen das Wort "ähnlich" nicht, sondern denken sofort an "gleiche Interessen". Eine Partei, die genau ihre Interessen vertritt, können sie gerne haben: das wird dann nämlich eine 1-Mann-Partei. Entsprechend sind Menschen, die in derartigen geistigen Schienen denken, auch früher oder später total desillusioniert, wenn sich herausstellt, daß die Partei, in die sie vorher ihre Hoffnungen investiert haben, irgendwann degeneriert und diese Hoffnungen komplett enttäuscht. Die Leute suchen eine Partei, an die sie glauben können, so wie viele an eine Religion glauben möchten und sich dann dort besser aufgehoben und geborgen fühlen. Sie übersehen komplett den pragmatischen Charakter von Interessenvertretungen. Das ist weder etwas Seelisches noch etwas Emotionales; da geht es auch nicht um Gleichklang, und es geht auch nicht darum, dort die vermeintlich "besseren" (ehrlicheren, glaubwürdigeren und vertrauenswürdigeren) Menschen anzutreffen. Das gibt es nicht! Man trifft überall dieselbe Sorte Menschen, auch in den Parteien!

Die Naivität, Blauäugigkeit und eine Erwartungshaltung, die nur kindisch zu nennen ist, führt zur Absage an eine Partei, die die eigenen Interessen vertreten könnte — indem man sich nämlich für sie engagiert. Die Alternative ist ganz einfach: Nichts tun. Viele Menschen sind inzwischen derart frustriert von der aktuellen politischen Entwicklung, daß sie sich komplett abwenden und biedermeierlich nur noch ihr eigenes Privatleben pflegen. Sie gehen auch nicht mehr zur Wahl. Wozu wählen? Das bringt doch alles nichts; es ist doch eh' alles sinnlos, und überall wird man nur noch belogen und betrogen. Ich kann nur sagen: genial, absolut genial. Dadurch erreicht man nämlich gar nichts, und man landet auch noch völlig absichtlich genau dort, wo die Verhältnisse herrschen, über die man zunehmend versauert und verbittert. Kritisieren, Nörgeln, Schlechtreden — das hilft sicher ungemein bei der eigenen Interessenvertretung! Ich nenne es auch gerne drastisch Selbstkastration. Man wirft das, was man an Gutem tun kann, weg, und behauptet, es hätte ja eh' keinen Sinn. Warum leben diese Leute überhaupt noch?

Die gekauften, gleichgeschalteten Medien würden eine echte Alternative verhindern. Einflußreiche Kräfte im Hintergrund (Banken, USA, diverse Lobbies und Konzerne) würden dafür sorgen, daß eine solche Partei schnell weg vom Fenster wäre. Das glaube ich nicht. Es ist immer noch die Mehrheit der Menschen, die etwas ausmacht, und wenn diese Mehrheit sich gehirnwaschen läßt, so ist es das, was sie während einer gewissen Zeitphase will. Wenn sie aber genug davon hat, dann wird sie aufstehen und andere Interessen äußern, und daran werden auch keine Medien und keine "Kräfte im Hintergrund" etwas ändern können.

"Es gibt keine vertrauenswürdigen Politiker. Alle Politiker sind gleich falsch und verlogen." — Das zeigt die starre Schiene, auf der sich die Negierer bewegen. Man könnte genauso argumentieren, alle Menschen seien falsch und verlogen, denn letztendlich kommen alle Politiker durch das Volk, das sie unterstützt, in den Vordergrund — sie sind quasi ein Spiegel dessen, was das Volk denkt und will. Es fällt aber schwer, dies als Spiegel auch für sich selbst und die eigenen falschen Projektionen und Irrtümer zu akzeptieren. Wenn man sich z.B. vom Charisma eines Obama anstecken ließ und dann sehen muß, daß dieser nach seiner Wahl sämtliche seiner Versprechen bricht und sich als hohle Marionette entpuppt. Als positives Beispiel, daß es auch ehrliche Politiker gibt, möchte ich Ron Paul erwähnen. Dieser ist das genaue Gegenteil eines Schaumschlägers und konzernhörigen Apparatschiks.

Die Marschrichtung der Pseudopolitiker

  • Falschgeld — Lügen — Kriege, so lautet die Marschrichtung aller Pseudopolitiker.

Zuerst wird das Volk ausgetrickst, dann werden ihnen die Tricks per Propaganda eingebleut, und schließlich verheizt man sie in Kriegen, die diese Art Politiker am Ende anzetteln, um von ihren eigenen Fehlern abzulenken. Dies ist die Frucht der Pseudopolitik, die ich deshalb so nenne, weil sie eben keine echte Politik ist, nämlich keine Politik als Vertretung berechtigter Bürgerinteressen.

  • Diese Pseudopolitik lebt ja genau davon, daß die Menschen ihre Interessen nicht vertreten.

Wo das nicht geschieht, kochen die Herrschenden eben ihr eigenes Süppchen. Das einzige Gegenmittel ist, daß Bürger wieder dahin kommen, ihre Interessen deutlicher zu artikulieren. Kann man das zu oft tun? Nein, man kann es nur zu wenig und zu selten tun!

Das ist weniger eine Sache von Zeitunglesen, politischen Diskussionen oder Wahlen, sondern erst einmal muß sich das Gewahrwerden dessen, was man will, in einem selbst abspielen.

  • Die Migrantenpolitik der Einheitsparteien (Regierung und Opposition) ist ein aktuelles Beispiel dafür, daß die Bürger merken, wo ihre eigenen Interessen sind und wie diese schon seit Jahrzehnten mit Füßen getreten werden. Allein schon ein einziges Buch, nämlich das von Thilo Sarrazin, hat hier enorm viel in Bewegung versetzt — und das, wo vorher jeder gesagt hätte, Bücher könnten nicht viel ändern. Eben weil die Sache in den Köpfen reif war und nur offen artikuliert werden mußte.
  • Den Betrug mit dem Falschgeld merken sie nun auch nach und nach, und wenn dieses Falschgeld endlich seinen Offenbarungseid leisten muß, werden sie es noch viel deutlicher merken.
  • Das Überhandnehmen der Staatskrake (das wesentlich durch das Falschgeldsystem verursacht und beschleunigt wird) liegt ebenfalls nicht im Bürgerinteresse. Also muß eine Partei aufstehen, die diese Interessen artikuliert. Der einzelne kommt gegen das Steuersystem und den Staatsmoloch, der ihn immer stärker aussaugt, nicht an.

Sobald sich aber die Bürger dieser und vieler anderer Dinge, die sie nicht wollen (z.B. Auslandskriege), bewußt werden, kann echte Politik geschehen, und dann hat die Pseudopolitik in den Köpfen keine Macht mehr.

Selbstsabotage der Verweigerer

Noch kurz zum letzten Argument der Verweigerer: Man könne auch anders Wirkung ausüben, nämlich durch seine private Lebensweise als starkes, entschlossen tätiges und seine Eigenverantwortung lebendes Individuum. Das bringe mehr als nur ein Parteibuch, eine Meinung und ein Kreuzchen bei der nächsten Wahl. Aber genau darum geht es ja: Man tut, was man kann, und zwar überall da, wo es möglich ist. Der blauäugig Naive erwartet, daß er allein die Geschicke der Welt beeinflussen könne — klappt das nicht, zieht er sich in den Schmollwinkel zurück. Genau das ist Selbstsabotage.

Man sollte also Parteien als natürliche Erscheinung jeglicher Politik begreifen — was sie auch sind. Sie nützen dabei, bestimmte Interessen besser geltend zu machen. So wird es z.B. in jeder derartigen Gruppe Teilnehmer geben, die sich für den einen Schwerpunkt engagieren und dort Programmpunkte herausarbeiten, weil sie sich dabei besser auskennen (Beispiel: Wirtschaft und Finanzen), und andere, die einen anderen Schwerpunkt beackern (etwa Gesundheitswesen oder Erziehung). Der Zusammenschluß ist dann mehr als die bloße Addition der Kräfte. Der Selbstkastrat schafft nichts dergleichen; er wird einfach vom Leben übergangen und ignoriert. Natürlich kann er sich dann noch einreden, er wäre viel klüger, hätte alles durchschaut, und überhaupt sei die Welt schlecht und könne nicht gerettet werden.

Sich Parteien zunutze machen

Es hat immer Parteien gegeben, und es wird immer welche geben. Wenn man nicht anfängt, an sie zu "glauben" und meint, man müsse sich auf Dauer mit ihnen identifizieren, und wenn man kein falsches Bild von Menschen und ihren Eigenschaften zu hegen beginnt, dann kann man sie sich zunutze machen. Man ist ja nicht mit ihnen verheiratet! Selbstverständlich verraten alle Parteien früher oder später ihre ursprünglichen Ziele, aber wer zwingt einen denn, dort weiter Mitglied zu bleiben? Man muß verstehen, daß dieser voranschreitende Degenerations- und Korrumptionsprozeß überall dort, wo sich menschliche Gemeinschaften bilden (ob in der Religion, in der Kultur oder in der Politik), vorkommt, und gerade deshalb sollte man sich erst recht bei denjenigen Gemeinschaften engagieren, die noch frisch, elanvoll, unkorrumpiert und mit einer gewissen positiven Begeisterung, einer echten Aufbruchsstimmung handeln.

Nehmen wir jetzt als Beispiel nochmal die Lücke bei der politischen Interessenvertretung im libertär-marktwirtschaftlich-konservativen Spektrum. Man kann eine Partei gründen, die in diesem Spektrum anfängt Druck zu machen und Öffentlichkeit herzustellen, oder man kann sich mit Nörgeln, Frust und resignativer Vereinzelung zufriedengeben. Mit der Partei kommt auch die Interessenvertretung; mit dem anderen kommt sie sicher nicht. Die Presse schreibt nun mal über Politiker, nicht über Bürger, die nur im stillen eine andere Meinung haben. Es ist ja sozusagen "das Glück" der völlig korrupten politischen Klasse, die im Moment das Sagen hat, wenn es nicht zu einer derartigen Partei kommt. Und dieses "Glück" sollte man denen wirklich nicht gönnen, denn es ist das Letzte, was sie verdient haben.

Die Parteien sind angeblich besorgt über die um sich greifende Politikverdrossenheit. Aber dieser Verdrossenheit verdanken sie ihre Existenz.

Michael Klonovsky

Wichtige programmatische Grundbausteine

Das Folgende habe ich aus einem Beitrag im Gelben Forum (Wiederherstellung echter demokratischer Verhältnisse) kopiert; ich kann es im Moment nicht besser formulieren. Meinem Eindruck nach sind darin etliche hilfreiche Anstöße enthalten, insbesondere, wie man eine Basisdemokratie programmatisch fundieren kann.

Siehe auch: "Das Märchen vom Rechtsstaat" - bemerkenswerter Aufsatz zum Thema "Demokratie" von Werner May.

Die Gelegenheit ist günstig, mit den Grundlagen einer direkten, gelebten Demokratie, das Parteien-Dickicht zu zerschlagen. Die gepanzerten Bollwerke zum Machterhalt der etablierten Parteien lassen sich mit „dem passenden Schlüssel der Direktwahl“ von geeigneten parteilosen Persönlichkeiten, die durchaus eine Interessensgemeinschaft bilden mögen, öffnen.

Direktmandate führen dazu, daß die Marketingstrategien der „etablierten Parteien“ nicht mehr aufgehen, da sie auf die regionalen Einflüsse, Bedürfnisse und Wünsche der Bürger nicht einzugehen vermögen.

Jede Persönlichkeit, die sich berufen fühlt, ein Mandat im Bundestag zu übernehmen, kann im Wahlkreis kandidieren ... das Zauberwort zum Erfolg heißt „Aufklärung und Wahrheiten vermitteln“ und den Wähler dort abholen, wo er sich alleine gelassen, ausgeraubt und/oder belogen fühlt. Die Kandidaten der etablierten Parteien hätten damit einen verdammt schweren Stand!.

Zentraler Gesichtspunkt ist die Wiederherstellung der Rechte des Souveräns, nämlich des deutschen Volkes, gegenüber dem Parteienfilz. Dazu gehört:

  1. Stärkung des Souveräns mittels Volksabstimmungen
  2. Die Haushaltshoheit hat ausschließlich beim Souverän zu liegen
  3. Steuergerechtigkeit durch Abschaffung aller Subventionen, auch die der Kirchen
  4. Anwendung der deutschen Gesetze (insbesondere des Insolvenrechts) für ALLE
  5. Aufhebung der Beamtenprivilegien (Gleichstellung mit Arbeitnehmern)
  6. Steuer- und Sozialversicherungspflicht für Abgeordneten-Diäten
  7. Einführung von Direktwahlen des Kanzlers, des Bundespräsidenten, aber auch Direktwahl der Landesparlamente, der Bundesrichter, der Landräte, Bürgermeister, des Amtsgerichtspräsidenten und last but not least des jeweiligen Bezirksstaatsanwaltes.
  8. Aufhebung der politischen Einflussnahme (durch den Innenminister) auf staatsanwaltschaftliche Ermittlungen.
  9. Einsetzung eines Amtsanklägers, der nachgewiesenen Amtsmißbrauch und Vorteilsannahme von Mandatsträgern mit sofortigem Verlust des jeweiligen Mandats bis hin zur Einziehung des persönlichen Vermögens des Beschuldigten vor einem speziellen Strafgerichtshof (ggfls. unter Aufsicht des BVerfG) einfordern kann.
  10. strafbewehrte Aufhebung des Fraktionszwanges und somit Stärkung der Abgeordneten, die ihr Abstimmungsverhalten dann ausschließlich nach ihrem Gewissen und den Vorgaben der Mehrheit seines Wahlkreises auszurichten haben.
  11. Abschaffung der zahlreichen Krankenversicherungen und Beschränkung auf eine zentrale Gesellschaft (anderer Ansatz: freiwillige Privatversicherung für alle, keine Einheitsversicherung); Honorierung der medizinischen Dienstleister: Ärzte, Heilpraktiker, Krankenhäuser, etc. nach dem Gesundheitsprinzip

Stimmen aus dem Volk

Die Zeit ist überreif

In vielen Leserkommentaren der unterschiedlichsten Medien ist immer vom typisch "Deutschen Michel" zu lesen, der schläft und sich nie wehrt.

Ich sehe die Sache etwas anders. Vielleicht ist dieser "Michel" einfach klüger, als man denkt, da er einfach seine Grenzen bezüglich irgend welcher Veränderungen sieht. Er ist sich seiner Ohnmacht bewußt, weiß aber, dass er zu unbedeutend ist um alleine etwas zu erreichen. Wir leben hier leider in einer etwas sonderbaren Demokratie. Und wieviele "Michel" gibt es, die sich alleine schon gewehrt haben und dafür bestraft wurden? Darüber erfahren wir leider so gut wie nichts.

Unser "Michel" kann sich aus Trotz verweigern und tut dies bereits in beängstigendem Maße. Er könnte sich aber außerdem Bewegungen anschließen, die überzeugend sind und im Interesse des Gemeinwohls innerhalb eines Landes und auch außerhalb der Landesgrenzen liegen. Wer kann etwas gegen Verbesserungen haben?

So gesehen muß ich den typisch "Deutschen Michel" einfach mal in Schutz nehmen. (Ist man der "Michel" nicht auch selbst?). Aber auch dessen Leidensfähigkeit endet einmal. Und zwar bald.

Also, Bewegungen müssen von bekannten und klugen Köpfen ausgehen. Die Menschen werden diesen dankbar sein und ihnen in großer Anzahl Rückhalt geben. Lassen wir unsere guten Ideen und unseren Veränderungswillen erstrahlen und auch andere Menschen daran Teil haben.

Die Zeit ist überreif für die notwendigen Verbesserungen. Jetzt oder nie.

Und denken wir immer daran: Wer etwas tut, kann verlieren. Wer nichts tut, hat schon verloren.

— Leserkommentar Hartgeld.com

Weitere Leserzuschrift an Hartgeld.com, 8.8.2010

Endzeit

Danke für diese hochinteressante Deutschland-Seite, in dem das Volk zu Worte kommt, und nicht die Dümmsten, eine Ballung interessanter Beobachtungen und Kommentare.

Interessant für mich ist das ENDE der ÄRA Merkel, die nur noch aussitzt, sich an ihrem Posten festkrallt, keine Zukunfts-Perspektive besitzt, die anstehenden Fragen für das Leben und Überleben unseres Volkes nicht ins Gespräch bringt, sich den Vorschlägen der Banken-Mafia beugt, das Volk nicht einbezieht. Das Volk stört, muss beruhigt werden, wenn man es schon nicht austauschen kann.

Es erinnert mich an die Endzeit des Politikers Kohl, der außer seiner Bestechlichkeit auch nichts mehr anzubieten hatte, als Stillstand, Perspektivlosigkeit, Unwissenheit in allen Dingen. Es erinnert mich an die Endzeit der alten DDR, als Stillstand herrschte, darunter aber bereits alles vibrierte und in Veränderung war.

Wie kann jemand, der ansonsten einen normalen Verstand hat, die sich anbahnenden, bereits unterirdisch wabernden zukünftigen Explosionen, bzw. Implosionen (im Finanzsystem u. der Weltwirtschaft) so absolut übersehen, nicht wahrhaben wollen — und sich in diesem Leugnen auch noch als oberste Anführerin sehen, wie dieses unser Merkel, in diesem unserem Lande ?!

Was für ein unglaublicher Grad an Leugnen und damit Inkompetenz, deren Scheitern dann aber das ganze Volk wird bezahlen müssen.

Ja, ENDZEIT einer Epoche, ENDZEIT der deutschen Parteien, die das Volk — entgegen den Anweisungen des Grundgesetzes über die Teilhabe am politischen Geschehen in Form auch von Abstimmungen, Volksabstimmungen — immer als störend ausgegrenzt haben. Das rächt sich jetzt irgendwann, bald. Weil der Druck im Kessel zunimmt. Das Pennen der Politiker, ihr So-tun-als-ob-alles-in-Ordnung-wäre, statt etwas für ihr Geld, das sie vom Volk erhalten, zu leisten, diese Inkompetenz, gepaart mit Lügen, Leugnen, Belehren, Nichtstun, ist typisch für die ENDZEIT von SYSTEMEN und EPOCHEN.

Vielleicht ist dieses NICHT-ERKENNEN, NICHTS-TUN ja genau das, was aufzeigt, dass diese matten Figuren am Ende ihres Lateins angelangt sind: Etwas Neues kommt, das sie mit ihrer Sicht und Verständnis für das Vergangene nicht begreifen können. Deshalb sind sie ja auch ungeeignet, uns durch diese untergehende alte Zeit und Epoche in die Zukunft zu führen. Sie können immer nur versuchen, das Alte, das sie kennen, "koste es das deutsche Volk, was es wolle", zu erhalten, statt das Neue zu erkennen und möglichst gemeinverträglich umzusetzen.

Aber dafür sind die Bewahrer des Alten, die alten, längst gescheiterten "Eliten" eben nicht tauglich.

Darum treibt Deutschland — quasi führungslos — in die Zukunft, die nicht erkannt wird, und die Leute werden dummgeschwätzt, statt dass alle sich öffentlich über die Zukunftsfragen austauschen — und die besten Ideen würden von der Politik aufgenommen und umgesetzt.

Das wäre Führung — aber wo es um die Zukunft geht, kann ich diese Regierung und den ganzen Parteien-Sauhaufen nirgendwo orten. Das ist das Schuldigbleiben, das ist die unglaubliche INKOMPETENZ der Vertreter der VERGANGENHEIT, die das NEUE NICHT ERKENNEN KÖNNEN — um wieviel weniger können sie uns in die Zukunft führen, wo dieses Neue, desses Anfänge wir erst brodeln sehen, da sein wird, in Form gekommen. Und diese INKOMPETENTEN haben uns nicht vorbereitet, haben nur vergeblich, mit immer mehr steigenden Kosten, versucht, das ALTE, das gerade untergeht, zu erhalten.


Die Gedanken dieses Beitrages werden hier weiter entwickelt:


Gerd-Lothar Reschke, 10.11.2010

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