Die Diebe bringen sich schon in Stellung
Inzwischen beginnt auch der Mainstream zu ahnen, daß wir auf einen Währungscrash zusteuern und daß dieser schrecklich ausfallen wird.
Währungscrash bedeutet:
Banken-Kollaps, danach
Euro-Kollaps (denn auch Deutschland kann bei weitem nicht alles zahlen),
das Geld der Bürger ist unwiederbringlich fort,
Staatsbankrott auch in Deutschland,
Währungsreform mit Haircut,
radikale Reduktion der Lebensqualität für die große Masse.
In meinem Kommentar zu Peter Ziemanns Artikel Weißbuch Gold — ein Plädoyer für Moral und Freiheit (siehe Ende) habe ich bereits folgendes angemerkt:
Was hier zunehmend anrollt, ist der Aufstand der Habenichtse und Nichtskönner, der Schmarotzer und Diebe. Denen es bitter aufstößt, wenn andere, die etwas geleistet haben und die rechtzeitig die Zeichen der Zeit (nämlich den kommenden Falschgeld-Crash) erkannt haben und entsprechend klug vorgesorgt haben, nicht auch in den Strudel der Armut und des Elends hineingezogen werden. Kurz: Wenn immer klarer wird, daß skrupelloses Anspruchsdenken allein nicht reicher macht, sondern einen da stehen läßt, wo man auch rechtmäßig hingehört: bei den Bettlern.
Natürlich wünschen sie nichts sehnlicher, als nachträglich noch für ihre Realitätsverleugnung belohnt zu werden. Frei nach dem Motto: Wozu etwas leisten, wenn Stehlen auch reich macht — wir brauchen uns also bloß zu verbünden und die anderen zu enteignen.
Die Nichtsnutze nennen sich aber nicht Nichtsnutze, die Nichtskönner nicht Nichtskönner und die Diebe nicht Diebe. Das wäre ja überaus peinlich! Sondern diese aufs Eigentum der anderen Erpichten tragen stolz das Banner der Ehrbarkeit und Einsicht vor sich her. Sie sind die Guten, die Wohlmeinenden, die Verständnisvollen. Böse sind für sie nur die, die mehr haben als sie — das sind allesamt "Spekulanten" und "Krisengewinnler", auch "Egoisten" genannt. Wer nur für sich und seine Familie vorgesorgt hat und nicht auch noch für diejenigen, die sich als die eigentlichen Wohltäter und Gerechten fühlen, der kann ja nur Egoist sein, also ein ganz schlechter Mensch.
Diese Egoisten, sie sind nicht zur freiwilligen Spende bereit? Dann muß man ihnen schleunigst klarmachen, daß wir alle im selben Boot sitzen und alle auf ein und demselben Planeten, nämlich Mutter Erde, leben. Wie, das hilft auch noch nicht, um die erwünschte Beglückung durch das Ersparte der Mitbürger herbeizuführen? Dann muß eben zu anderen Mitteln gegriffen werden, um Gerechtigkeit herzustellen: Mehrheitsbeschlüsse der Arbeitslosen und Hartz-IV-Empfänger auf Kosten der "Reichen", also jener, die sich z.B. in jahrzehntelanger Arbeit ein Eigenheim erspart haben, oder die noch etwas auf dem Konto haben, oder die — wie schnöde! — sogar über eigenen Grund und Boden verfügen. Ist das nicht einfach nur ungerecht und dreist, dieses Besitzen? Ist Besitzen nicht sowohl nach christlicher als auch nach New-Age-Lehre ein Zeichen von spiritueller Zurückgebliebenheit und Verstocktheit? Also befreit man diese Verstockten und Starrsinnigen, die an "materiellen Gütern" festhalten und an "weltlichen Dingen" verhaftet sind, doch am besten schnellstmöglich von ihrem Leiden. Die optimale Therapie ist ein staatliches Umverteilungsprogramm, von ganz oben verordnet. Auch "Lastenausgleich" genannt — manche kennen das noch vom Ende des Zweiten Weltkrieges. Da muß eben jeder etwas abgeben. Er lebe die neue Sozialistische Internationale!
Besonders erfindungsreich im Formulieren derartiger Begründungen sind jene Intellektuellen, die sich bereits lange vor der Währungskrise im Durchdenken alternativer Gesellschaftsentwürfe hervorgetan und ihre Leser mit ausgeklügelten Sozial- und Geldkonzepten beeindruckt haben: Zinskritik, sozialpolitische Umverteilung und Gießkanne, keynesianische Haushaltsmodelle und Konjunkturprogramme, hier eine Prise "Freigeld" nach Silvio Gesell, dort ein idealistisches "Regionalgeld". Dergleichen wird die lieben Theoretiker zwar nach dem Eurocrash auch nicht wohlhabender machen; es hatte aber schon seit jeher ihre starke innere Zuversicht befestigt, zum Gedeihen des Gemeinwesens ungemein beigetragen zu haben und sich allein schon deswegen ein ganz besonderes Anrecht auf materielle Förderung im Krisenfall erworben zu haben.
Diese Denker, vertreten bis hinein in die geistige Elite des Landes, liefern den Dieben genau die passende hochgeistige, scheinwissenschaftliche Rechtfertigung für ihr Begehren — und für sich selbst gleich mit dazu. Denn charakterlich sind sie vom selben Schlag wie plumpe Einbrecher, nur mit einem komplizierteren argumentativen Instrumentarium ausgestattet. Das erspart ihnen die Drecksarbeit ihrer niederen Kollegen. Ihr Werkzeug ist Wort und Idee. Damit gelingt es ihnen, eigene niedrige Instinkte wie Besitzgier, Habsucht, Neid, Faulheit, Eitelkeit und oberlehrerhaften Dünkel in einer ausgefeilten Ideologie zu verpacken, bei der auf einmal alles genau umgekehrt erscheint: als Menschenfreundlichkeit, Solidarität, Mitgefühl, Hilfsbereitschaft, Selbstlosigkeit, Bescheidenheit und Freigebigkeit. Das Geld anderer läßt sich sicher auch sehr großzügig und wohltätig verteilen, vor allem wenn man sich dabei auch noch als Vertreter einer überlegenen Moral darstellen kann!
Der Zorn und die ohnmächtige Wut, die diese notorischen Heuchler befallen wird, wenn das Leben abrupt auf den Modus der nackten biologischen Selbsterhaltung und auf "Rette sich wer kann" umschaltet, muß ungeheuer werden. Denn das Erwachen hält gleich zwei scheußliche Aspekte für sie bereit: Erstens, daß die Realität ganz anders aussehen wird, als sie es sich in ihrem abstrakten Elfenbeinturm jemals hätten träumen lassen. Und zweitens, wie bitter ihnen die ganz nüchternen, einfachen Aufgabenstellungen schmecken werden, die nun auf sie zukommen. Da ist nichts mehr mit Einlösen von Ansprüchen, mit Berücksichtigung moralischer Erwartungen, mit staatsseitiger Beglückung per Fürsorgezahlung und Fürsorgeleistung! Hinzu kommt noch der Fortfall des Status von überlegener Gelehrsamkeit und Expertentum — der schmerzt das Heuchler-Ego ganz besonders. Auf einmal stehen diese Menschen nackt und allein da. Auf einmal lernen sie eine ganz neue Form der Gerechtigkeit kennen, nämlich eine Gerechtigkeit, bei der echte, ehrliche Werte wieder Geltung erringen, nicht theoretisches Geschwätz und Bücherwissen. Der Schock muß unglaublich sind — aber umso heilsamer.
Sozialistische Staatskraken schaffen keinen Wohlstand, sondern sie vernichten bloß Wohlstand. Auch Umverteilung bringt keine Lebensqualität, denn es ist dasselbe Lied wie bei der Entwicklungshilfe: Wohltätiger Geldregen aus der "Gießkanne" sorgt noch lange nicht für Fleiß, Fähigkeit und Selbständigkeit — ganz im Gegenteil: er macht die Schwachen noch schwächer. Selbst Lottogewinne werden bekanntlich in kürzester Frist verpraßt und lassen deprimierte Versager in derselben alten Patsche zurück. Der sozialistische Umverteilungsstaat, so laut er auch die Parolen von Gleichberechtigung, Mitmenschlichkeit und Chancengleichheit im Munde führt, sorgt stets für eine aufgeblähte Bürokratie, für korrupte Funktionärsherrschaft und für schmarotzende Trittbrettfahrer, die sich auf Kosten anderer sanieren — Mißwirtschaft ist vorprogrammiert. Denn die Kompetenz zu erfolgreichem Wirtschaften geht diesem Gesellschaftssystem komplett ab — wo sollte sie auch herkommen? Selbst die oberklugen Professoren beherrschen Ökonomie nur ... theoretisch. Und auch das Drucken von ungedecktem Papiergeld macht nicht wirklich reich. Ein solches System ähnelt einem untergehenden Schiff, das zusätzlich mit Bleigewichten beschwert wird, damit es umso schneller sinkt. Geschichte wiederholt sich; alles war bereits da und folgte den immer gleichen Gesetzmäßigkeiten. Beispielsweise ist uns das alles von der deutschen Regierungspolitik während der ersten Weltwirtschaftskrise wohlbekannt, und auch das Ergebnis kennen wir: Nach dem gutmenschlichen "Linksruck" sorgt eine "harte Hand" für Ordnung und "räumt auf"; dann geht das Elend erst richtig los. Der Schaden von damals reicht sogar noch bis in unsere Zeit hinein.
Wohlstand und Wirtschaftsblüte entstehen immer nur durch ein Rezept: freie Märkte, eine möglichst kleine Staatsbürokratie, viel Raum für die freie Entfaltung von Unternehmensgründern und Investoren. Mit anderen Worten: so wenig Sozialismus wie möglich. Fürsorge nur für die wirklich Bedürftigen, also für Schwache, Alte und Kranke.
Wenn sich nun aber die Diebe in unserer aktuellen geschichtlichen Phase in Stellung bringen, wenn sie womöglich mit den kommenden Wahlen ans Ruder kommen und sich wenig um Eigentum und redlichen Verdienst scheren? Ihren möglichen Opfern kann ich dann folgenden guten Rat geben:
Entziehe ihnen dein Erspartes so weit wie irgend möglich. Flüchte nicht in Immobilien, denn hier wird die Staatskrake mit Sicherheit zugreifen. Was Edelmetalle angeht, kannst du zur Zeit immer noch genügend viele Möglichkeiten finden, diese auf legale Weise in andere Länder zu transferieren oder dort zu erwerben, ohne daß du hier Angst vor Zugriff oder Diebstahl zu haben brauchst. Agiere rechtzeitig: umso weniger mußt du dir über die weiteren Geschehnisse Sorgen machen, sondern kannst das Ganze in Ruhe von außen betrachten. Sollen sich doch die Ehrlosen und die Leugner, die Neider und die Verlierer gegenseitig in Haftung und Verantwortung nehmen!
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