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Buch über das Falschgeldsystem

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"Ultima Ratio" des Falschgeldsystems (Zukunftsszenarien)

Zuerst einmal: Warum verwende ich hier den Begriff ultima ratio (= letztes bzw. äußerstes Mittel)? Mit diesem Begriff offenbaren sich politische Heuchler und Intriganten, indem sie den Verstoß gegen rechtsstaatliche und gemeinschaftliche kulturelle Werte durch einen vorgeblichen Zwang der Notwendigkeit rechtfertigen. Man behauptet, es ginge einfach nicht anders: man müsse Rechte außer Kraft setzen, Krieg führen, Menschen opfern, Besitz enteignen, lügen usw.

Wenn nun inzwischen auch deutsche und europäische Politiker diese Sprache und Logik verwenden, so verweist das auf die vom Falschgeldsystem und dessen Hintermännern, der weitgehend anonym gebliebenen Hochfinanz, geschaffenen Zwänge. Die Hochfinanz zieht die Fäden; die Politiker sind nur Reagierende (aber sie haben sich aus Machtstreben, Eitelkeit, Gier und dergleichen Impulsen freiwillig auf dieses Spiel eingelassen und zu Kumpanen der Geldverbrecher gemacht).

Zukunftsszenarien aufzuzeigen ist eine überaus heikle Sache, denn die Zukunft läßt sich nun mal nie genau vorhersehen, wenn überhaupt. Andererseits folgt das Falschgeldsystem einer gewissen Grund-Dramaturgie. Diese habe ich bereits in meinem Buch eingehend erörtert. Wer die Voraussetzungen besser verstehen will, sollte erst das Buch lesen. Auch auf Radio Reschke und in meinen Videos gibt es etliche Informationen zu diesem Thema. Besagte Grund-Dramaturgie führt zu einer relativ geringen Anzahl von Varianten, in denen sich die Systemkrise höchstwahrscheinlich ausprägen wird. Diese sollen hier übersichtsmäßig vorgestellt, kurz diskutiert und nach ihrer Plausibilität bewertet werden.

Der Crash wird kommen. Aber die hochinteressante Frage lautet: Wen trifft es zuerst, die USA oder Europa? Und wann wird es passieren?

Das Szenario "Wer crasht zuerst?"

a) US-$ Crash zuerst€-Crash folgt unmittelbar.
Weltkrise. Überall Staatsbankrotte, Währungsreform, Haircuts. Größte Wirtschaftskrise der Geschichte.
Wahrscheinlichkeit 20%
Crash-Zeithorizont: jederzeit möglich
b) Euro-Crash zuerst(siehe unten)Wahrscheinlichkeit 80%
Crash-Zeithorizont: 2012-2013

Wahrscheinlichkeit Summe: 100%. Crash-Zeithorizont: ab sofort - 2013 (spätestens 2014).



Die Euro-Szenarien

Szenario
1
Szenario
2
Szenario
3
Euro-Rettung durch Deutschland "um jeden Preis".

D wird sich zögerlich mit den anderen Euroländern mitschleifen lassen und immer hie und da auch Garantien abgeben ("Rettungsschirm", EFSF, ESM).
Der Bundestag stimmt zu. Das BVerfG stimmt zu: formaljuristische Abweisung der Bailout-Klage: Unzuständigkeit bzw. der Bundestag (= "Volksvertretung") sei zuständig, minimale Auflagen an die Politiker zur Gesichtswahrung.
Deutschland verläßt den Euro und führt neue D-Mark ein.

Der Bundestag stimmt Euro-Bailouts nicht zu. Oder: Das BVerfG stimmt nicht zu.

Folgen: Radikale Entwertung des Rest-Euros bis zur Wertlosigkeit. Zusammenbruch der deutschen Banken aufgrund ihrer Beteiligung an den Staatsschulden der Euro-Länder. Währungsreform mit Haircut.
Die PIIGS gehen selbst aus dem Euro heraus.

Staatsbankrotte in GR, PT, ES, IT bzw. IRL. Kein Bailout durch D, da D als einziger potentieller Zahler übrig bliebe und BVerfG, Bevölkerung und/oder Bundesbank sich querstellen. Neue eigene Weich-Währungen in diesen Ländern, die wie früher zur Staatsschuldenreduktion rege inflationiert werden könnten.
Hintergrund:
Für das deutsche Volk bedeutet das eine schrittweise Verschlechterung seiner Interessen und eine versteckte Umverteilung innerhalb der Euro-Staaten. (Transferunion ist aufgrund der Politik der EZB, die die Schulden der PIIGS-Staaten schon jetzt monetarisiert, bereits angelaufen.)
In D Verschuldung bis weit über das Jahres-Bruttosozialprodukt hinaus. Dies wäre wie bei Japan ohne Staatsbankrott möglich, da aufgrund der Leistungsfähigkeit der Bevölkerung und Industrie weitere Bonität gegeben würde.
Hintergrund:
Das wäre für D der bei weitem glimpflichste Fall. Es gäbe eine brutale Rezession, aber D käme hierbei stärker als die anderen aus der Krise heraus.
Hintergrund:
Auch hier käme D relativ gut davon, aber auch die anderen im Euro verbleibenden Länder.
Bewertung:
Wahrscheinlichkeit 80%
Warum? USA/UK wollen auf keinen Fall als erste den Staatsbankrott anmelden — und ihren Führungsanspruch sowie die Weltleitwährung verlieren (und damit die Möglichkeit, die anderen mit ihrem beliebig nachdruckbaren wertlosen Papiergeld zu "bezahlen").
Bewertung:
Wahrscheinlichkeit 10%
Bewertung:
Wahrscheinlichkeit 10%
Die PIIGS-Politiker müßten ihrem jeweiligen Volk den Staatsbankrott mitteilen und würden damit ihr Leben riskieren. Wirtschaftlich gesehen würden diese Länder jedoch nach kurzer Zeit profitieren.
Crash-Zeithorizont: 2012-2013
Es wird Zeit gewonnen, aber der endgültige Crash entsprechend verschlimmert. D kommt in eine — relativ zu den anderen Ländern — sukzessiv schlechtere Lage
Crash-Zeithorizont: ca. 2011
Zwangslage durch Euro-Crash, der auch D mitreißen würde.
Crash-Zeithorizont: 2011-2012

Der Leser möge bitte dieses Modell als "Spiel" und als Anregung zu eigenem Nachdenken zu nehmen, nicht als in Stein gemeißelte Voraussage. Es handelt sich um Szenarien, nicht um exakte Aussagen. Die meisten, die sich mit dieser Materie etwas auskennen, scheuen mit Recht davor zurück, genauere Angaben zu machen, weil man sich damit nur die Finger verbrennen kann und die einmal getätigten Prognosen einem später leicht als Fehlurteil und somit als Nachweis von Inkompetenz vorgehalten werden können.

Ich werde die hier zusammengestellten Varianten immer wieder aktualisieren und neu bewerten; dann wird sich auch zeigen, was davon zutreffend gewesen ist und was nicht.


Folgen eines Hinauszögerns des Staatsbankrotts

Zu den zeitlichen Terminierungen ist folgendes zu berücksichtigen: Je mehr sich der letztendliche Crash-Zeitpunkt nach hinten verlagert, desto stärker wird unweigerlich auch die Inflation (Geldentwertung) zu galoppieren beginnen — und zwar aufgrund der verzweifelten Monetarisierungsmaßnahmen der Zentralbanken FED (quantitive easing III, IV usw.) und EZB (Aufkauf der Staatsschulden der PIIGS-Staaten bis zum letzten).

Die Politiker werden versuchen, den Kopf aus der Schlinge zu ziehen und die ohnehin niemals mehr zurückzahlbaren bzw. tilgbaren Horrorverschuldungen durch Inflationierung loszuwerden. Dies wird für sie das letzte Mittel sein, um dem totalen Staatsbankrott (und damit unkalkulierbaren Krisenerscheinungen wie Revolution, Zerstörung, Mord und Hungersnot) eventuell doch noch zu entgehen. Ein Zusammenbruch des Sozialstaats ist in jedem Fall unumgänglich, da dieser nicht mehr weiter durch Aufnahme neuer Schulden finanzierbar ist. (Zur Erinnerung: während die reale Verschuldung der BRD ca. 2 Billionen Euro beträgt, beläuft sich die implizite Staatsverschuldung durch Verpflichtung der Zahlung von Renten, Pensionen und weiteren vertraglich zugesagten Sozialleistungen nochmals grob geschätzte 6 Billionen Euro — die aber gar nicht vorhanden sind!)

Die Gelddruckerei würde dann zwangsläufig zu einem heute noch unvorstellbaren Anstieg der Preise für unverzichtbare Güter (Nahrungsmittel, Energie, Rohstoffe) sowie von städtischen Gebühren führen. Gleichzeitig wird die Arbeitslosigkeit ebenfalls völlig ungeahnte Höhen erklimmen. (Wie sie es jetzt bereits tut, nur daß sich in der Öffentlichkeit aufgrund der gefälschten offiziellen Statistiken noch nicht das entsprechende Bewußtsein eingestellt hat.) Die dabei entstehende Armut wird diejenige aus der ersten Weltwirtschaftskrise übersteigen.

Die Preise der Edelmetalle Gold und Silber werden auch inflationsbereinigt historische Höchststände erzielen (da sind sie bislang längst noch nicht). Beide Metalle werden nach und nach als einzig verläßliches, da nicht beliebig aus dem Nichts erzeugbares Geld anerkannt werden und sich als ernstzunehmende Gegenspieler der Notenbankpolitik des Falschgeldes herauskristallisieren.

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