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Buch über das Falschgeldsystem
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Edelmetall-Anlage: Beispiel EinkaufsgemeinschaftDie größte deutsche Einkaufsgemeinschaft für Edelmetalle ist die Gold & Silber Einkaufsgemeinschaft (www.goldsilber.org) in Gerstetten, geleitet von Dipl.-Ing.(FH) MPhil Jürgen Müller und Prof. Dr. Klaus Sakowski. Es handelt sich um eine Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR), also ein Kollektiv von im wesentlichen gleichberechtigten Gesellschaftern. Die wichtigsten Details finden sich bereits auf der Webseite der Gemeinschaft aufgeführt und können dort nachgelesen werden. Mir geht es hier um eine knappe Übersicht des zugrundeliegenden Konzeptes, und ich will versuchen, die für den potentiellen Anleger wichtigen Grundmerkmale herauszuschälen: Die GrunddatenZuerst einmal der aktuelle Stand. Herr Müller nannte mir telefonisch folgende aktuellen Daten (Stand 17.2.2011): 3262 Gesellschafter, Anlagevolumen 115 Mio. €, durchschnittlicher Anlagebetrag pro Kopf ca. 35.000 €. Es wird großen Wert auf schlanke, leicht zu überschauende Strukturen gelegt, sowohl bei den Vertragskonditionen als auch bei der Organisation. Durch Verzicht auf üppige Vermarktungsmaßnahmen und durch eine sparsame Büroführung kann die Jahresgebühr auf einen momentanen Wert von nur 1,2 % gedrückt werden. Damit liegt die Einkaufsgemeinschaft im Vergleich mit ähnlichen Gesellschaften ganz vorne. Mit nur 500 € Mindesteinlage kann sich auch der weniger betuchte Anleger eine sichere Vermögensreserve schaffen. Das KonzeptEntgegen meiner urspünglichen Erwartung gibt es keine dem einzelnen Anteilseigner zugeordnete physische Einheit, weder in größeren noch in kleineren Barren. Sondern man muß sich die Anlagenstruktur als "Gesamtpool" vorstellen. Um die Einkaufskosten auf den minimalen Grad zu reduzieren, werden größere Barren erworben. (Gold wird bei Argor Heraeus in Mendrisio (Schweiz) erworben, einer der weltweit größten Goldschmelzen. Die anderen Metalle Silber, Platin und Palladium kommen von Umicore Deutschland, Hanau.) Die Lagerung geschieht seit 2008 bankenunabhängig. Das Zollfreilager ist ein privates Wirtschaftsunternehmen, d.h. es untersteht keiner Bankenaufsicht in der Schweiz. Der einzelne Teilnehmer hält stets den auf seine Einlage bezogenen nominellen Anteil an diesem Pool. Seine Gebühren von jährlich 1,2 % werden monatlich von diesem Anteil abgerechnet. Hierdurch sind insbesondere die Lagerungskosten und der Verwaltungsaufwand für ihn bereits komplett abgegolten. Nehmen wir ein Beispiel: Der Anleger erwirbt Gold zu 1 kg. Bei einer Auslieferung erhält er nicht die Menge von 1 kg, sondern entweder den Gegenwert seines jeweils aktuellen Anteils in aktuellem deutschem Umrechnungskurs Gold/Euro (oder vielleicht später auch Gold / andere lokale Währung), oder er zahlt soviel nach, daß er auf den 1-Kilo-Barren kommt. Für die physische Auslieferung muß er sich aber selbst an den Lagerort im Ausland (Schweiz) bemühen, wohingegen er den äquivalenten Geldbetrag einfach zurücküberwiesen bekommt. Das Ganze läuft also recht ähnlich wie ein Online-Bankkonto. Als Gesellschafter erhält man ein Login-Paßwort und kann sich den jeweiligen Wert des eigenen Anteils direkt im Browser anzeigen lassen. Der Unterschied zur Bank besteht aber natürlich darin, daß alles, was eingezahlt wurde, immer voll per Edelmetall gedeckt ist. (Nochmal kurz für Neueinsteiger in das Thema "Echtgeld": In dem Beitrag Edelmetall-Anlagen wurde bereits angesprochen, daß jegliche nicht direkt, also physisch gedeckten Anlagen wie etwa Gold-Fonds, ETFs etc. im Krisenfall zu einem Verlust führen werden, da das nominell angegebene Material nur auf dem Papier steht, aber nicht in Wirklichkeit existiert.) Über die Aufspaltung des Anteils in die vier Edelmetalle kann der Gesellschafter selbst bestimmen. Entscheidet er sich für Gold, so ist das Thema Mehrwertsteuer vom Tisch. Entscheidet er sich für die anderen drei Edelmetalle, so braucht er sich um die Mehrwertsteuer erst einmal nicht zu kümmern, da diese durch die Lagerung im Zollfreilager nicht anfällt. Erst wenn er sich die Weißmetalle im Ausland physisch aushändigen lassen und sie nach Deutschland überführen möchte, muß er die jeweils aktuelle Mehrwertsteuer an den Staat entrichten. Folge: Wenn sich etwa der Silberpreis verdreifacht hat, zahlt er dann auch eine dreimal so hohe Steuersumme. Bei einer monetären Auszahlung fällt hingegen keine MwSt. an. Vergleich mit anderen ModellenJürgen Müller ist zu Recht stolz auf das sofort überschaubare Gebührenmodell: 1,2 %, und nichts weiter. Es gibt keine versteckten oder im nachhinein hinzu zu addierenden weiteren Kosten, und somit sind die Gebühren auch konkurrenzlos günstig. Das Alternativmodell von GoldMoney, dem Giganten unter den vergleichbaren EM-Anlage-Gesellschaften, zeigt hier Schwächen. GoldMoney ist der weltweit größte Anbieter und verwaltet inzwischen über 1 Milliarde US-$ an Vermögen. Im Unterschied zum "Pool"-Konzept bietet GoldMoney jedoch die elegante, aber etwas teure Lösung, sich Barren nicht nur in 1-Kilo-, sondern auch in 100-Gramm-Einheiten ausliefern zu lassen. Durch ein hauseigenes Schmelzverfahren werden diese Barren auf Bestellung angefertigt. Auf der Webseite GoldMoney Goldbarren wird das genauer erklärt und anhand eines Videos anschaulich illustriert. Ich meine, daß derartige Modelle für den sicherheitsbewußten Anleger interessant sein könnten. Denn die ansonsten zumeist aufkommende Besitz- und Verlustangst wird einem abgenommen. Das Thema Staatszugriff und Beschlagnahmung halte ich hier ebenfalls für nicht relevant. Denn keine Behörde könnte ermitteln, wo welche Materialien im Ausland liegen. Sie könnten ja dort auch schon wieder abgeholt worden sein. Wer sich bzgl. Staatszugriff mit Gold unsicher fühlt, kann sich auch für die anderen drei Edelmetalle entscheiden. Diese werden offiziell ohnehin nicht als "Geld" angesehen, sondern als "Rohstoffe", und Rohstoffe werden weder nachträglich konfisziert noch mit Lastenausgleichszahlungen in Haftung genommen. FazitUm noch einmal den grundsätzlichen Ansatz hinter derartigen Anlagen anzusprechen: Der angelegte Anteil dient nicht als kurzfristige Investition, sondern als Perspektive, unter der mit hoher Wahrscheinlichkeit in den nächsten Jahren zu erwartenden Hyperinflation solange "durchzutauchen", bis sich die Verhältnisse wieder beruhigt haben. Aufgrund der dann unweigerlich kommenden Währungsreform werden alle Euro-Besitzer ihr Geld verloren haben, und auch Immobilienbesitzer werden per Sonder- und Zwangsabgaben kräftig zur Kasse gebeten worden sein. Denn irgendwie muß der Staat ja, nach Platzen seiner monströsen Schuldenblase, wieder auf dem noch vorhandenen Bürgervermögen aufsetzen, damit überhaupt wieder sinnvoll via Geld kommuniziert werden kann. Im Ausland liegende Edelmetalle werden diesen Umbruch unversehrt überstehen. Die gesamte Geldgeschichte der Menschheit zeigt, daß bei Währungsumbrüchen und Neustarts von Geldsystemen nur dauerhafte, nicht von den Regierungen zu enteignende Anlagen im Wert erhalten bleiben oder relativ sogar steigen. Diesen Artikel weiterverbreiten |
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