Fakten, Kommentare, Hintergrundwissen aus unabhängiger Sicht

Startseite | Alle Artikel | Radio Reschke Blog | Geldsystem | Eurokrise | Investment | Wertperspektive-Videos | Geldsystem-Videos | Sonstige Videos

Buch über das Falschgeldsystem

hier klicken: mehr Infos Glauben Sie noch den Lügen der Politiker und der Bankiers, der Euro sei sicher? Oder möchten Sie sich schnellstmöglich gegen die näherrückende Totalentwertung Ihres Geldes absichern? Der erste und beste Schritt besteht darin, die Geheimnisse der Geldschöpfung zu durchschauen. Dieses Buch deckt die drei Zaubertricks der Papiergeldschöpfung auf und macht sie für jedermann transparent. Damit wissen Sie mehr als 99% der ahnungslosen Bevölkerung — ja sogar mehr als die allermeisten Bankfachleute. Und finden leicht die optimale Lösung für ihre Vermögensabsicherung.
Weiterlesen...

Wenn Sozialisten mit Geld rechnen

Der Artikel Geld - Mythos und Macht (II) / Warum der Goldstandard nicht realisierbar ist und die öffentliche Geldschöpfung neu aufgestellt werden sollte von Jens Berger (in telepolis, 29.12.2010) zeigt recht anschaulich, was Sozialisten unter Geld verstehen und wie sie damit zu rechnen beabsichtigen. Ich greife nur das eine zentrale Beispiel heraus, nämlich was Berger unter Geldschöpfung versteht. Lieschen Müller leiht Freundin Erna einen Euro. Das ergibt bei Berger zwei Euro: einen hat Erna, einer wurde für Lieschen Müller als Schuldgeld geschöpft.

Man reibt sich die Augen: Wie kann einer so rechnen? Nun, Sozialisten rechnen eben "mit" Geld, weil sie mit dem Anspruch auf Geld rechnen (man beachte also den doppelten Sinn in unserem Titel). Berger setzt die Geldschöpfung aus dem Nichts, die im geltenden Falschgeldsystem seitens der Banken betrieben wird, mit der privaten Geldübergabe des einen an den anderen Bürger gleich. 1 + 0 = 2.

Ich könnte noch mehr über den kruden Beitrag schreiben, aber dieses Beispiel zeigt doch bereits, wie hier gedacht wird — und der Rest, der dort steht, ist von genau gleicher Art. Das Geldsystem ist nicht verstanden worden, aber damit gibt man sich auch nicht weiter ab. Denn für Sozialisten zählt nicht die Wirklichkeit, etwa der direkte Umgang von Bürgern miteinander, oder der Umgang innerhalb eines Marktes, wie er jede gesund funktionierende Wirtschaft konstituiert. Sondern wie es "sein sollte". Wenn einer hat und ein anderer hat nicht, dann muß man eben beiden geben — das nennen sie dann "Gerechtigkeit". Diese Art "Gerechtigkeit" steht als oberstes Dogma über aller Wirklichkeit; da braucht man sich mit so etwas Nebensächlichem wie mit den Regeln der Mathematik nicht weiter abzugeben. Man fordert einfach, daß sie außer Kraft gesetzt werden. Denn dazu ist der Staat, der "gerechte" Staat der solcherart Denkenden, ja schließlich da: Regelungen zu erlassen, die alles in die gewünschte Bahn lenken sollen.

Eine frühere Bekannte von mir schrieb, nachdem sie alle meine Schriften zum Geldsystem großzügig überflogen und ignoriert hatte: Was ist denn daran Besonderes, wenn es einen Geldcrash gibt? Dann fängt man eben wieder neu an.  Hier kommt dasselbe Denken zum Tragen, das sich der Wirklichkeit überzustülpen versucht und Geld einfach als "nicht wirklich wichtig" erklärt. Die Theorie wünscht Gerechtigkeit, also haben wir Gerechtigkeit. Muß wohl in Deutschland Ende der 1920er Jahre auch so gewesen sein. Die Leute müssen ja regelrecht froh gewesen sein, ihr Geld endlich durch Komplettentwertung losgeworden zu sein. Deshalb ging es ihnen dann auch so gut, und aus reiner Freude haben sie Hitler an die Regierung gewählt und sind kurz danach in den Krieg gezogen.

Diesen Artikel weiterverbreiten

Für Inhalte, insbesondere Einschätzungen und Empfehlungen, wird trotz sorgfältiger Auswahl keine Haftung übernommen. Es handelt sich ausdrücklich um keine Anlage- oder sonstigen Finanzierungsempfehlungen, sondern um unverbindliche Informationen im Sinne von Meinungsäußerungen. Die Nutzung aller Veröffentlichungen geschieht auf eigene Verantwortung. Für eine rechtlich verbindliche Beratung wenden Sie sich bitte an die dafür zuständigen Berufsgruppen.

Startseite | Radio Freies Deutschland | Selbsthilfe Wiki
Copyright © 2012 Impressum